Versammlung Heute : Die große Chance für die Jugend

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Bürgervorsteherin Heike Baumann und die Stadtjugendpflege laden heute Abend alle Kinder und Jugendlichen ein, die in Uetersen leben oder dort ihren Lebensmittelpunkt haben, also zum Beispiel in Uetersen zur Schule gehen.

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20. November 2012, 20:31 Uhr

Um 18.30 Uhr beginnt im Stadtwerkehaus an der Parkstraße 1 die diesjährige Jugendversammlung, eine Chance für den Nachwuchs, sich Gehör zu verschaffen. Denn nicht die erwachsenen Politiker, sondern junge Menschen haben heute Abend das ausschließliche Sagen. Die Großen hören zu und müssen schweigen.

In der Vergangenheit waren Jugendversammlungen leider häufig von mäßigem Erfolg gekrönt: Im Stadtwerkehaus waren viele Stühle aufgestellt worden, Gelegenheit für den Fotografen, dieses Optimismus ausstrahlende Werk im Bild festzuhalten. Im Hintergrund verdutzte Politiker.

Wie erreiche ich als Politiker vor Ort die Jugend, die ich erreichen muss, um manche Beschlüsse umsetzen zu können? Über Facebook hat man es auch schon versucht in der Rosenstadt, doch ist diese Plattform, die als „Soziales Netzwerk“ bezeichnet wird, erfahrungsgemäß kaum geeignet, ernsthafte Diskussionen anzuschieben. Was also tun? Nicht aufgeben, so die Bürgervorsteherin, die sich heute ein volles Haus wünscht.

Es geht um so einiges. Erneut wird die Form der Beteiligung beraten. Denn immer noch erscheint es fraglich, ob Jugendversammlungen der Weisheit letzter Schluss sind. Vonseiten der anwesenden Stadtjugendpflege wird das Themenfeld Jugendgruppenleiterausbildung erläutert.

Und natürlich soll auch das beabsichtigte Jugendcafé Gegenstand der Erörterungen sein. Davon hat die Jugend schon seit Jahren gehört, umgesetzt wurde es nach der Schließung des Bowy jedoch nicht. Einmal gab es keine Betreiber, dann standen wiederum keine geeigneten Räume zur Verfügung. Doch jetzt, mit dem Verein zur Unterstützung von Jugendprojekten in Uetersen, steht der Jugend ein starker Verfechter zur Seite. Alle, die heute Abend zuhören, die leitende Bürgervorsteherin und natürlich die Stadtjugendpflege, freuen sich, wenn es bezüglich des Jugendcafés Anregungen oder Ideen gibt.

Insbesondere würden die Entscheidungsträger gerne erfahren, wie sich die Jugendlichen ein solches Café vorstellen. Soll es professionell oder ehrenamtlich (von Müttern) geleitet werden? Wann soll das Café geöffnet haben? Für welche Altersgruppe soll es auf jeden Fall geeignet sein?

Es gibt vieles zu bereden heute Abend. Wenn aber niemand kommt, dann wird sich in Uetersen wohl auch nicht viel ändern. Dann, so könnten die Politiker denken, gibt es gar keinen Bedarf – die Jugend ist eben satt und zufrieden.

Heute Abend hat es der Nachwuchs in der Hand.

Entweder er zeigt Flagge und engagiert sich, oder er kann sich in Zukunft nicht mehr beschweren, dass die Politik an ihm vorbei gemacht wird.

Die Politiker haben immer wieder glaubhaft versichert, dass sie das genau nicht wollen.

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