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Schenkung an das stadt- und heimatgeschichtliche Museum : Die Gorch Fock ist „göttlicher“

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Erhard Göttlicher ist Kunstprofessor aus Uetersen. Dem Maler, der zur den „Norddeutschen Realisten zählt“, ist unter anderem das monumentale Werk an der Fassade des Klostermühlengebäudes zu verdanken, das bis heute beeindruckt.

Jetzt machte Göttlicher, 1946 in Graz geboren, Uetersen ein weiteres Geschenk. Aus seinem Fundus stiftete er für das stadt- und heimatgeschichtliche Museum an der Parkstraße ein großformatiges Bild. Das Motiv: Die Gorch Fock, das 1958 erbaute Segelschulschiff (Drei-Mast-Bark) der Deutschen Marine. Als Göttlicher 1999 Gelegenheit hatte, das bei Blohm +Voss gefertigte Schiff zu zeichnen, lag die Gorch Fock gerade in einem Schwimmdock und wurde dort überholt. So wurden auf dem Bild viele Kräne, ein umlaufendes Gerüst und Werft-Typisches festgehalten. Der Vorstand des Heimatmuseums konnte bei dieser Schenkung übrigens auswählen. Alternative war ein Portrait der früheren Landesmutter, Heide Simonis. Doch die Gorch Fock passe einfach besser ins Museum, befanden Johann Otto Plump, Burkhard Golz, Jens-Peter Dorra und Frank Quast. Die Gorch Fock sei göttlicher, so die einhellige Meinung.

Das großformatige Werk des renommierten Malers entstand in Acryl-Blei-Technik auf schwerem Zeichenkarton. Seine Maße sind 73 mal 102 Zentimeter.

Die Schenkung hat eine Vorgeschichte, die Göttlicher am Rande erwähnte. 2009 wollte er dem Museum Langes Tannen 13 Bilder schenken, doch die Stadt habe abgelehnt. Dort habe man wohl gedacht, dass es sich um einen Ankauf handele, obwohl er deutlich gemacht habe, die Bilder zu stiften. „Bis heute weiß ich nicht, warum die Bilder von mir nicht angenommen wurden“, so der Künstler.

Im Heimatmuseum wird das Bild einen Ehrenplatz erhalten. Schließlich weiß man dort um den Stellenwert des Malers, der von 1967 bis 1971 an der Werkkunstschule Wiesbaden, der Kunstindustriskole Kopenhagen und der Werkkunstschule Bielefeld studierte und anschließend, von 1971 bis 1974 an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg bei Kurt Kranz und Alfred Hrdlicka. Göttlicher ist Träger des Villa Massimo-Preises (1978) sowie des Preises des Kulturkreises im BDI (1980). Im selben Jahr wurde er zum Professor ernannt und 1984 als Professor für Medienillustrationen an die Fachhochschule Hamburg berufen. Seit 1991 nimmt Göttlicher regelmäßig an Symposien der „Norddeutschen Realisten“ teil.

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erstellt am 04.Okt.2013 | 18:53 Uhr

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