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DRK-Kindertagesstätte : Die Freude am Sprechen unterstützen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Spielerisch und ganz gezielt durch Sprachförderung lernen auch die Mädchen und Jungen des DRK-Kindergartens Friedlandstraße in ihrem Kindergartenalltag neue Wörter, deren richtige Aussprache und das Bilden von Sätzen. In diesen Tagen standen Spracherwerb, sprachliche Ausdrucksfähigkeit, Hörwahrnehmung, Phonetik und Schriftzeichen im Mittelpunkt eines gruppenübergreifenden Angebotes zum Thema Sprache.

Federführend vorbereitet mit einer Kolleginnen-Arbeitsgruppe hat die „Sprach-Woche“ Tatjana Themann. Die 43-jährige Phonetikerin ist für den Bereich Sprache und Sprachförderung, einem Schwerpunktthema der DRK-Kindertagesstätte, zuständig.

In die „Sprach-Woche“ waren alle 76 Kinder der Einrichtung aus den Elementarbereichen und der Krippe einbezogen worden. „Jeden Morgen durften sich die Kinder auswählen, an welchem Angebot sie sich beteiligen wollten“, so Tatjana Themann. Die Krippenkinder wurden entsprechend eingebunden. So stand bei ihnen die sinnliche Wahrnehmung von Konsistenzen (hart, weich ...) und damit die Erweiterung des Wortschatzes durch Adjektive im Mittelpunkt. Zu den Angeboten der „Sprach-Woche“ gehörten zudem Hörwahrnehmung durch Bewegungsspiele, die Schulung der Mundmotorik (Watte pusten, „Strohhalm saugen“), das Hören, Nacherzählen und „Erfinden“ von kleinen Geschichten und die Bilderbuchbetrachtung sowie die erste Begegnung mit Schriftzeichen. So haben die Kinder Buchstaben gestempelt, waren als „Buchstabendetektive“ in der Einrichtung unterwegs oder bastelten Buchstaben. Und das Tollste: Die Teilnehmer des Buchstaben-Angebotes durften sich unter Anleitung der Erzieherinnen selbst einen kleinen Brief nach Hause schicken.

Beendet wurde die „Sprach-Woche“ mit einem „Bilderbuch-Kino“, das Tatjana Themann den Kindern vorführte. Sie hat auch eine Ausstellung zum Thema Sprachentwicklung, Sprachförderung und zu den Inhalten der „Sprach-Woche“ zusammengestellt, um den Eltern der KiTa-Kinder einen umfassenden Überblick zu geben.

„Kinder brauchen zur Entwicklung ihrer Sprachkompetenz viel Bewegung und sensorische Stimulation. Im spielerischen Umgang lernen sie am besten, Wörter richtig zu verstehen, auszusprechen und Sätze zu bilden“, macht Tatjana Themann deutlich.

Schwerpunkt-KiTa Sprache und Integration

Die DRK-Kindertagesstätte Friedlandstraße beteiligt sich am Bundesprogramm „Offensive frühe Chancen: Schwerpunkt-KiTa Sprache und Integration“. Ziel des Programms ist die Verbesserung des sprachlichen Bildungsangebotes insbesondere für Kinder unter drei Jahren, Kinder aus sozial benachteiligten Familien und aus Familien mit Migrationshintergrund. Neben der alltagsintegrierten Sprachbildung erhalten in der KiTa bei Bedarf über Dreijährige eine spezielle Sprachförderung und durchlaufen alle Vorschulkinder im letzten KiTa-Halbjahr ein Programm zur Förderung der phonologischen Bewusstheit als Vorbereitung auf das Lernen von Lesen und Schreiben. (syk)

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erstellt am 17.Mär.2015 | 21:19 Uhr

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