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Uetersener Nachrichten

12. Dezember 2017 | 07:37 Uhr

Motorsport : Die Formel 1-Mäher

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Zeiten, als auf dem Heistmer Ring Speedwayrennen gefahren wurden, sind lange vorbei: Die Appener Marseille-Kaserne ist als Austragungsort von Kartrennen und Autoslalom ebenso Geschichte wie der Elmshorner Floraring. Kurzum: Nach Motorsport muss man im Kreis Pinneberg lange suchen. Fündig wurden Fans des zumeist krachend lauten Wettstreits der Rennmobile jetzt allerdings in Tangstedt.

shz.de von
erstellt am 24.Okt.2013 | 21:43 Uhr

Der Verein „Maschin Kaputt“ hatte zum vierten Mal zu einer Motorsportgaudi der besonderen Art eingeladen: Auf einem Acker an der Landstraße nach Hasloh fuhren Rennfahrer mit Aufsitzrasenmähern um die Wette.

Die Rennrasenmäher, wie sie in Tangstedt von Teams aus ganz Norddeutschland an den Start gebracht wurden, haben mit denen aus dem Gartenmarkt kaum noch etwas gemeinsam. Die in Eigenarbeit getunten rasenden Maschinen haben Motoren mit bis zu 50 PS unter der kurzen Haube und fahren bis zu 100 Kilometer pro Stunde schnell. Die Bedingungen auf einem abgeernteten Maisacker als Rennstrecke stellten diesmal besondere Anforderungen an Mensch und Maschine. „Durch den Regen zwischendurch war der Boden sehr tief. Das waren schon extreme Verhältnisse“, sagte der Hauptorganisator der Rennveranstaltung, Christoph Siegmund. Der 29-Jährige fuhr selbst mit. Die Wettfahrten auf dem mehrere Hundert Meter langen Rundkurs gerieten deshalb zur wahren Schlammschlacht. In den Kurven wirbelten die Reifen ganze Fontänen von Schlamm auf, die sich auf Fahrer und Rasenmäher legten. Es bildeten sich tiefe Furchen im weichen Boden.

Für Lokalmatador Siegmund und sein Team gab es diesmal nichts zu holen. Der gelbe Renntrecker von „Maschin Kaputt“ gab im ersten Rennen des zweiten Tages den Geist auf. Der Sieg in der Offenen Klasse, der Königsklasse der Rasenmäherrenner, ging an Erik Liedke vom Team „Zero Loser“ aus Brandenburg.

Christoph Siegmund, der normalerweise auf der Golfanlage „Weidenhof“ in Pinneberg als Greenkeeper Rasenmäher fährt, dort natürlich ganz langsam und vorsichtig, war dennoch zufrieden. Auch, weil angesichts von ein paar Hundert Zuschauern das Publikumsinteresse den Erwartungen der ehrenamtlichen Organisatoren entsprach. Siegmund kündigte an, dass es auch im kommenden Jahr wieder ein Rennen in Tangstedt geben soll. Das wird alle hiesigen Motorsportfans freuen.

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