Hatlapa ist eine Marke : Die Finnen ließen den Stein flexen

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Bei Hatlapa könnten schon bald die Lichter ausgehen. Bereits jetzt erinnert äußerlich nur noch wenig an den früheren Familienbetrieb mit seiner zumeist glanzvollen Geschichte. Der Name „Hatlapa“ sollte auf Geheiß von MacGregor, dem Eigentümer des Werks, aus dem öffentlichen Raum verschwinden. Bis auf den letzten Schliff! Alle Schriftzüge sollten weichen. Hatlapa ist „nur noch“ eine Marke innerhalb des Konzerns.

shz.de von
30. Juli 2015, 20:04 Uhr

Umgesetzt wurde die Anweisung aus dem hohen Norden Zug um Zug. Jetzt hat es auch den großen Hatlapa-Stein in direkter Nähe des Eingangsportals erwischt.

Am Mittwoch rückte ein Handwerker mit einer Flex an und entfernte Buchstabe um Buchstabe. Für immer? So sah es zunächst aus. Doch der eiserne Beschlag wurde nur versetzt und anschließend um den Namenszug MacGregor ergänzt.

Zumindest vorerst. Und genau diesbezüglich will die Belegschaft Widerstand leisten. Widerstand gegen die drohende Schließung des Werks, die schon im August verfügt werden könnte.

So haben sich die Mitarbeiter nicht beirren lassen und mithilfe der Gewerkschaft IG Metall ein Gegenmodell zum Vorschlag der Uetersener Geschäftsleitung entwickelt (wir berichteten gestern darüber). Auch die Eckpunkte der Uetersener Betriebsleitung stellten bereits ein Gegenmodell zur Absicht des finnischen Eigentümers dar, den Standort am Tornescher Weg gänzlich in Frage zu stellen.

So sahen die Vorschläge der Uetersener Geschäftsführung aus: Erhöhung der wöchentlichen Arbeitszeit von 35 auf 40 Stunden pro Woche, Verzicht auf sämtliches Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Änderung des Schichtmodells, Reduzierung der Mitarbeiter (um mehr als 100), keine Übernahme der Auszubildenden (wie sonst immer üblich), Verlängerung der Laufzeit befristeter Arbeitsverträge von 18 auf 24 Monate.

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