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Landdrostei ehrt Jörg Plickat : „Die Figur im Raum“

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wer in den letzten Tag an der Drostei vorbei kam, wird die runde Skulptur auf dem Vorplatz gesehen haben. Sie trägt den Titel „Divided World“ und wurde aus Cortenstahl von dem prominenten Bildhauer Jörg Plickat gearbeitet. Eine weitere, meterhohe Skulptur auf der Drosteiwiese wurde „Dialog“ betitelt. Sie sprechen eine universelle Sprache.

Anlässlich seines 60. Geburtstages ehrt die Landdrostei den Künstler mit der umfassenden Ausstellung: „Die Befragung des Raumes. Skulptur und Zeichnung.“ Zur Vernissage der bedeutenden Ausstellung, am 8. Februar um 11 Uhr, wird in die Drostei, Dingstätte 23, eingeladen. In Anwesenheit des Künstlers hält Professor Dr. Harald Falckenberg die Laudatio. Der Solo-Cellist der Hamburger Symphoniker Arne-Christian Pelz wird musizieren. Jörg Plickat wurde 1954 in Hamburg geboren und lebt heute in Bredenbeck bei Kiel. Es ist etwas Besonderes, dass er in Pinneberg bisher unveröffentlichte plastische Arbeiten aus Bronze und Stein wie Travertin und Marmor, Grafiken und Zeichnungen präsentiert. Dokumentationen, wie Werkmodelle und Fotografien auf „Alu-Dibond“ ergänzen die in Deutschland einmalige Retrospektive.

Konsequent geht Jörg Plickat der Beziehung zwischen Körper, Volumen, Proportion und Raum nach. Er stellt sich die Frage, „wie der Mensch im Raum oder umgekehrt der Raum auf den Menschen wirkt?“ Plickat, der in China an der Tsinghua Universität und in Madrid/Spanien Formtheorie in der Bildhauerei unterrichtet, will, wie der Titel der Ausstellung andeutet, „Die Befragung des Raumes“, den Dialog zwischen Architektur und Skulptur in seinem Werk nachzeichnen. Der Künstler führt Abstraktion und Raumerleben zusammen. Er experimentiert mit geometrischen Formen, fügt Kuben hinzu, wirbelt die Körper auf den Kopf oder um die eigene Achse. Der als „Baumeister“ arbeitende Künstler dreht und knickt Stahlbalken oder Granitgestein-Kuben, verschiebt sie ineinander oder verschachtelt sie. Es geht Jörg Plickat in seinem Schaffen um die Figur im Raum. Auch bei seinen Aktzeichnungen auf Papier ist die Balance von Volumen und Raum immer wieder Thema.

Der Künstler wurde 2012 mit dem Kunstpreis der Schleswig-Holsteinischen Wirtschaft ausgezeichnet. Für die Schau liegt ein Katalog vor. Eine Führung mit der Kuratorin Dr. Barbara Aust-Wegemund durch die Ausstellung ist für den 19. Februar um 18.30 Uhr vorgesehen. Geöffnet bis zum 29. März, mi. - so. 11 bis 17 Uhr.

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erstellt am 05.Feb.2015 | 19:53 Uhr

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