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Uetersener Nachrichten

28. Juli 2017 | 06:47 Uhr

Die FDP lässt nicht locker

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

antragLiberale wollen Rechtsabbieger in der Esinger Straße verhindern und fordern ein neues Gutachten

Eigentlich ist alles klar: In der Esinger Straße soll an der Kreuzung mit der Ahrenloher Straße eine neue Spur für Rechtsabbieger gebaut werden, um so an Torneschs zentralem Knotenpunkt für Entlastung zu sorgen. Das haben die Mitglieder des Bauausschusses am 8. Mai entschieden. Damit will sich die FDP jedoch nicht abfinden. Die Liberalen haben das Thema für die kommende Sitzung am Montag erneut auf die Tagesordnung gehoben und fordern ein weiteres Gutachten. Die Erfolgsaussichten sind allerdings gering.

Der FDP-Antrag sieht vor, mögliche Alternativen zum Bau einer neuen Spur erneut von Experten untersuchen zu lassen. Ausdrücklich wird dabei auf ein „vom VEP unabhängiges Gutachten“ hingewiesen. VEP, das ist der Verkehrsentwicklungsplan, den das Wasser- und Verkehrs-Kontor (WVK) aus Neumünster im Auftrag der Stadt erstellt hatte (wir berichteten). Deren Experten waren zu dem Schluss gekommen, dass die Situation an der Kreuzung im Tornescher Zentrum mit einem neuen Rechtsabbieger deutlich verbessert werden könnte. Auch den von der FDP eingebrachten Vorschlag, auf den Bau zu verzichten und stattdessen die derzeitige Linksabbiegerspur auch für den geradeaus fahrenden Verkehr freizugeben, hatte das WVK geprüft. Ergebnis: Nicht praktikabel.


Gutachten soll maximal 8000 Euro kosten


Die Liberalen kritisieren, dass keine belegbaren Daten und Vergleichszahlen geliefert wurden. Ein weiteres Gutachten soll deswegen den FDP-Vorschlag erneut prüfen. Die Partei rechnet dabei mit Kosten in Höhe von maximal 8000 Euro.

Wird das Thema nun zur unendlichen Geschichte? Wohl kaum. Denn SPD und CDU haben sich auf Nachfrage unserer Zeitung deutlich gegen ein weiteres Gutachten ausgesprochen. Manfred Mörker, Bauausschussmitglied und SPD-Ortsvereinsvorsitzender, betonte, dass sich weder an der Sachlage etwas geändert habe, noch neue, zielführende Erkenntnisse vorliegen würden. Dennoch beharre die FDP auf einem neuen Gutachten. „Diesen Antrag lehnen wir ab und erwarten, dass die Liberalen die demokratische Mehrheitsentscheidung akzeptieren“, so Mörker. Der Sozialdemokrat zieht zudem eine Verbindung zur Kreisstraße 22. „Wenn die Liberalen aus Kreis und Ort sich in der Vergangenheit nicht permanent und vehement gegen den Bau der K  22 gestemmt hätten, müssten wir uns heute nicht mit der Regulierung des Verkehrsstaus in der Tornescher Innenstadt beschäftigen“, sagte Mörker.

CDU-Vertreter Henry Stümer betonte, dass das Chaos an der Kreuzung endlich beendet werden müsse. Es handele sich um eine komplexe Situation, entsprechend „können wir uns letztlich nur auf das Gutachten verlassen“, so Stümer. Der Bauausschussvorsitzende betonte, dass der VEP sehr detailreich sei. „Und was ist, wenn wir mit einem neuen Gutachten ein anderes Ergebnis bekommen? Holen wir dann ein drittes Gutachten ein?“, fragte Stümer und betonte: „Wenn am Montag nicht ganz schlagkräftige Argumente kommen, werden wir den FDP-Antrag ablehnen.“


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Die Sitzung des Bauausschusses beginnt am Montag, 12. Juni, um 19.30 Uhr im Rathaus-Sitzungssaal.



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erstellt am 10.Jun.2017 | 15:00 Uhr

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