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Uetersener Nachrichten

20. August 2017 | 22:00 Uhr

Kraftwerk : „Die Fakten ignoriert“

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wo nichts ist, brauchen wir nichts zu entscheiden“, sagt Christian J. Fuchs, Vorsitzender der Mittelstandsvereinigung MIT in Wedel. Fuchs, der auch dem Stadtrat angehört, hält den am vergangenen Donnerstag beschlossenen Bürgerentscheid zum Wedeler Kraftwerk für überflüssig.

Die Rahmenbedingungen, so Fuchs, hätten sich völlig verändert. Schließlich sei derzeit völlig unklar, ob das geplante Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk (GuD) tatsächlich jemals gebaut wird. Vattenfall habe eine Entscheidung bis Ende 2015 angekündigt. Aus Sicht des MIT-Vorsitzenden ist dieser Aufschub ein deutlicher Hinweis, dass der Standort Wedel in den Plänen des Unternehmens offensichtlich eine untergeordnete Rolle spielt. „Deshalb ist der Bürgerentscheid reine Zeit- und Geldverschwendung.“ Rund 32000 Euro wird es die Stadt Wedel kosten, den Bürgerentscheid zu organisieren und durchzuführen. „Und dass alles, um über ein Projekt abzustimmen, von dem keiner weiß, wie es aussieht oder ob es überhaupt kommt“, kritisiert Fuchs. Für ihn ist es daher völlig unverständlich, dass die Bürgerinitiative „Stopp! Kein Mega-Kraftwerk Wedel“ trotz allem am Bürgerentscheid festgehalten hat. „Unter den derzeitigen Vorzeichen ist diese Veranstaltung doch eine Farce“, so Fuchs. Dass am Ende doch darauf bestanden wurde, ist für Fuchs ein klares Zeichen, dass die Realitäten verkannt wurden und nun wider besseres Wissen Steuergelder verpulvert werden. Zwar schätze er den Einsatz der Bürgerinitiative und finde ihn grundsätzlich lobenswert, aber auch engagierte Bürger könnten nicht einfach die Fakten ignorieren oder sogar verdrehen. So hält der MIT-Vorsitzende die Kritik der Bürgerinitiative am Rathaus für unverschämt. „Da wurde auf die Verwaltung eingeschlagen, um von eigenen Versäumnissen abzulenken.“ Fuchs Appell, sich auf die Sacharbeit zu konzentrieren, um gemeinsam mit Politik und Verwaltung nach der besten Lösung für die Stadt zu suchen, verhallte indes ungehört, auch wenn der Fuchs betonte „Das geht nur gemeinsam“.

Am 16. März werden die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Wedel dann zur Abstimmung an die Wahlurnen gebeten.

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erstellt am 27.Jan.2014 | 21:34 Uhr

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