60 Jahre Sozialverband : Die Erfolgsgeschichte geht weiter

4117048_800x699_53b99f25b8696.jpg

In einer beinahe kämpferischen Rede zum 60-jährigen Jubiläum des Sozialverbandes (SoVD) Moorrege-Heist-Holm hat Lothar Dufke Mitglieder und Funktionäre dazu aufgerufen, die Forderung nach mehr sozialer Gerechtigkeit mit mehr Nachdruck zu vertreten. „Der Sozialverband ist ein Kampfbund, und wir müssen langsam wieder angreifen“, sagte er vor etwa 120 geladenen Gästen.

Avatar_shz von
06. Juli 2014, 21:08 Uhr

Gleichzeitig lobte Dufke die Arbeit im Ortsverband und erinnerte daran, dass die Entwicklung des deutschen Sozialstaates eng mit dem Sozialverband verbunden ist. „In unserer Geschichte spiegeln sich die Katastrophen der deutschen Geschichte.“ Dufke bezeichnete den Weg hin zu sozialer Gerechtigkeit als einen dauernden Prozess in einer sich wandelnden Gesellschaft. „Die Probleme verändern sich ständig“, sagte er. Offen kritisierte der führende SoVD-Funktionär den Mindestlohn als zu gering: „Davon kann kein Arbeitnehmer eine Familie ernähren“, sagte er.

Altersarmut, Rentenloch und Pflegeprobleme sind für den Kreisvorsitzenden Gerhard Renner die zukünftigen Herausforderungen auch des Sozialverbandes. Auch er lobte den Vorstand des Moorreger Ortsvereins für sein Engagement. „Dieser Sozialverband hat in den letzten Jahren eine beeindruckende Erfolgsgeschichte geschrieben.“

404 Mitglieder hat der SoVD-Ortsverband Moorrege-Heist-Holm, einige davon traten erst während der Jubiläumsfeierlichkeiten bei. Darunter auch der Moorreger Grünen-Politiker Helmuth Kruse. „Steigende Mitgliederzahlen sind in diesem Fall ein Zeichen für die wachsende soziale Ungerechtigkeit“, sagte er. Deshalb sei der Schulterschluss der Menschen in der Region besonders wichtig.

Lob gab es auch von Moorreges Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg. Ihm imponiere die Leistung der ehrenamtlichen Mitglieder, räumte er ein und bezeichnete den SoVD als einen „festen Bestandteil im öffentlichen Leben der Gemeinde“. „Die Arbeit für alte und behinderte Menschen, für Kranke oder Menschen mit einem geringen Einkommen ist außerordentlich wertvoll.“

Die Jubiläumsfeier bildete auch den Rahmen für die Ehrung langjähriger Mitglieder. Dazu gehörten Gisela Samoray (zehn Jahre), Heinrich und Edith Tedsen, Margot Huckfeldt und Elli Kohn (25 Jahre) sowie Horst Schittig und Eva Wilken (25 Jahre).

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert