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Berufsberatung in türkischer Sprache an der KGS : Die Eltern mit ins Boot holen

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der Übergang von der Schule ins Berufsleben ist häufig der Knackpunkt im Lebenslauf junger Menschen. Jugendliche mit türkischem Migrationshintergrund haben es häufig noch schwerer, in der Arbeitswelt Fuß zu fassen.

shz.de von
erstellt am 26.Dez.2013 | 19:08 Uhr

Ab Januar 2014 wird deshalb das Berufsorientierungsprogramm der Klaus-Groth-Schule um eine Facette erweitert: In Kooperation bieten die Gemeinschaftsschule und die Bildungsprojekte Ausbildung und Integration für Migrant/innen (AIM) und Akquisition von zusätzlichen Ausbildungsplätzen bei Migrantenbetrieben (AZAM) der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein (TGS-H) Berufsberatungen in türkischer Sprache an.

„Wir wollen die türkischen Eltern mit ins Boot holen und ihnen das Kommen erleichtern“, sagte Koordinationslehrer Werner Schwandt, der das Projekt zusammen mit seinen Kollegen Stephanie Asbahr und Mario Selck begleitet. Es wird in Schleswig-Holstein unter anderem bereits in Kiel, Lübeck, Elmshorn und Pinneberg erfolgreich umgesetzt.

„Durch den Wegfall von Sprachproblemen haben die Eltern weniger Schwellenängste“, so Schwandt. „Damit der Übergang von der Schule in den Beruf nahtlos klappt, müssen Eltern, Schüler, Schule und Ausbilder zusammenarbeiten. Es ist unsere gesamtgesellschaftliche Aufgabe, möglichst vielen jungen Leuten eine Ausbildung zu ermöglichen“, bekräftigte Dr. Cebel Kücükkaraca, Vorsitzender der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein, der extra aus Kiel angereist war.

Aktuell besuchen rund 50 türkische Kinder und Jugendliche die Klaus-Groth-Schule. Zu einem ersten Informationsabend in der Aula der Schule konnte Schulleiterin Rita Wittmaack bereits zahlreiche Eltern begrüßen. Die Initiative für das in Tornesch verwirklichte Projekt ging von KGST-Lehrer Selck aus. Er hatte im Rahmen der Reihe „Schule trifft Wirtschaft“ einen Workshop von Meike Koschinski von der Wirtschaftsförderung der Stadt Uetersen besucht und seinen Kollegen vorgeschlagen, das Konzept umzusetzen.

Für einen reibungslosen technischen Ablauf der Veranstaltung sorgten die Schüler der Technik-AG der Klaus-Groth-Schule.

Sprechstunden

Regelmäßige Sprechstunden finden vom 14. Januar an jeweils am zweiten Dienstag eines Monats in der Zeit zwischen 10 und 12 Uhr sowie ab 14 Uhr statt.

Ansprechpartner sind die Bildungsexperten Atasoy-Boyraz und Aktas. Sie beantworten Fragen zu Berufswahl und -orientierung, Bewerbungsverfahren und Ausbildungsmöglichkeiten.

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