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Spielfreude und satte Klangfülle : Die Elmshorner VielHarmonie gastierte in Uetersen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Weihnachtskonzert: Die Elmshorner VielHarmonie gastierte in Uetersen und begeisterte die knapp 100 Besucher.

Uetersen | VielHarmonie – der Name des Elmshorner Blasorchesters ist Programm. Dies machten die 42 Amateurmusiker und ihr angehender Profi-Dirigent Tobias Müller mit ihrem Weihnachtskonzert in der Uetersener Christuskirche mehr als deutlich. Das Orchester hat vom Repertoire und vom Können her viel zu bieten und bildet gemeinsam mit seinem jungen Leiter einen äußerst harmonischen Klangkörper. Mit ihrer gelungenen Darbietung, die trotz etlicher junger Neulinge souveräne Sicherheit und große, unbefangene Spielfreude ausstrahlte, nahmen sie das Publikum mühelos mit auf eine niveauvolle musikalische Reise, die von beeindruckender, satter Klangfülle begleitet wurde.

Tobias Müller, der auch moderierte, freute sich über annähernd 100 Besucher, obwohl Uetersen doch, wie er betonte, eine so chorverwöhnte Stadt sei. „Aber zu Weihnachten passt Blasmusik ja besonders gut“, meinte er und hob für „Yellow Mountain“ den Taktstock – ein Lied des renommierten niederländischen Komponisten Jacob de Haan, der die VielHarmonie auf dem Internationalen Blasmusikfest Bad Orb 2016 in seiner Eigenschaft als Schirmherr nicht nur begrüßt, sondern auch einmal dirigiert hatte.

Der 13-jährige Elmshorner Gymnasiast Michel mit seiner riesigen Tuba ist einer der sieben neuen Jugendlichen im Orchester und hat seinen ersten öffentlichen Auftritt prima gemeistert.
Der 13-jährige Elmshorner Gymnasiast Michel mit seiner riesigen Tuba ist einer der sieben neuen Jugendlichen im Orchester und hat seinen ersten öffentlichen Auftritt prima gemeistert. Foto: Waltraut Hinz-Hass

Nach einem klassischen Kanon und einem Choral folgte das populäre „We are the World“ von Michael Jackson und Lionel Richie, das einige Zuhörer mit geschlossenen Augen genossen. Von diesen eher ruhigen Kompositionen schufen die VielHarmoniker einen Spannungsbogen über schwungvollere Stücke, wie dem „Canterbury Choral“ von Jan van der Roost, „Leningrad“ von Rock-Musiker Billy Joel oder dem swingenden „White Christmas“ von Irvin Berlin, bis hin zu einem wahren „Stereo“-Feuerwerk mit dem „Give us Peace“. Für diese moderne Bearbeitung des Jahrhunderte alten Kanons „Dona nobis pacem“, der im Markusdom in Venedig von mehreren Emporen herunter gesungen wurde, trennten sich zwei VielHarmonie-Trompeter vom Orchester und bliesen ebenfalls von der Kirchenempore herab. Einen brillanten Schlusspunkt setzten Tobias Müller und seine Musiker mit der hartnäckig erklatschten Zugabe: dem anspruchsvoll zu spielenden Medley „A Christmas Festival“ von Leroy Anderson.

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