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Uetersener Nachrichten

18. Oktober 2017 | 21:14 Uhr

Wirtschaft : Die Drohne aus Elmshorn

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Das Interesse der Unternehmen an der Nutzung von Drohnen wächst rasant. Bei einem Besuch von Vertretern des CDU-Wirtschaftsrates in der Elmshorner Deutschlandzentrale der Horizon GmbH ging es insbesondere um Einsatzmöglichkeiten für die unbemannten Flugobjekte im gewerblichen Bereich. Dabei erfuhren die Besucher auch, dass so mancher Plan, der international bereits für Schlagzeilen sorgte, nicht aufgehen wird.

shz.de von
erstellt am 05.Nov.2015 | 20:42 Uhr

Das Herz des Unternehmens schlägt im Erdgeschoss. Hier, im Horizon-Shop, wird alles angeboten, was das amerikanische Unternehmen im Portfolio hat: ferngesteuerte Flugzeuge, Helis, Boote und Autos aller Größen. Und eben jene Flieger, die im Großformat längst professionell eingesetzt werden, etwa zu Aufklärungszwecken oder bei Filmaufnahmen: Drohnen. Auch wenn der Hype um die Multikopter enorm ist, Fachleute wie Horizon-Vertriebsleiter Gernot Steenblock glauben nicht an unbegrenzte Einsatzmöglichkeiten. Pläne des Internetdienstleisters Google, mit Hilfe von Drohnen in die Logistikbranche einzusteigen, verfolgt man deshalb Elmshorn auch mit einer gewissen Skepsis. „Ich glaube nicht, dass die Zukunft der Drohnen in der Logistik liegt“, sagte Geschäftsführer Klaus Breer vor den Mitgliedern des Wirtschaftsrates. Dazu, so der Manager, seien die vorgeschriebenen Genehmigungen viel zu aufwändig.

Breer gibt jedoch denen recht, die sich Hoffnungen machen, die Drohnen etwa in der Land- und Forstwirtschaft oder im Leitungsbau einsetzen zu können. Für Baumschuler Jens Sander, Sprecher der Wirtschaftsratssektion Pinneberg, etwa tun sich durch die Technik nach eigenen Angaben „gewaltige Möglichkeiten auf“. Er möchte die Flugobjekte gerne in der Schädlingsbekämpfung einsetzen. Da sieht auch Sönke Klettner, Experte für Luftsicherheit im Landesbetrieb Verkehr und Straßenbau Schleswig-Holstein, die zukunft der Drohnen.

Noch sind es vor allem die Hobbyflieger und Modellbauer, die Unternehmen wie Horizon die besten Geschäfte bescheren. Drohnen sind bereits ab etwa 60 Euro zu bekommen, will man eine Kamera anhängen, muss man allerdings mindestens 1000 Euro hinlegen. Dafür ist der Spaß allerdings auch grenzenlos und vor allem für Privatleute genehmigungsfrei, so lange man keine Gefängnisse überfliegt, keine Fotos von Industrieanlagen macht und Flughäfen strikt meidet.

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