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Internetauftritt der Stadt : Die CDU kritisiert die Verwaltung

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Erneuerung der Webseite stockt. Teil der Kritik: Eine Ratsentscheidung werde nicht umgesetzt.

shz.de von
erstellt am 04.Mai.2017 | 15:30 Uhr

Uetersen | Die anhaltenden Spannungen zwischen Teilen der Uetersener Politik und Bürgermeisterin Andrea Hansen (SPD) waren im Hauptausschuss erneut deutlich spürbar. Wann und wie der Internetauftritt der Stadt erneuert werden soll, darüber entbrannte am Dienstagabend ein hitziger Wortwechsel. Eine Entscheidung dazu wurde verschoben.

Andreas Faust von der CDU ging die Verwaltung scharf an. Die Durchsicht der Vorlage habe innerhalb seiner Fraktion geradezu Verstörung ausgelöst. „Die Vorlage stellt dar, dass die Verwaltung nicht will, was wir wollen“, sagte Faust. Auf Antrag der CDU-Fraktion wurden im vergangenen Dezember 20.000 Euro für die „Aktualisierung der Internetseite“ in den aktuellen Haushalt eingestellt − allerdings mit einem Sperrvermerk vorbehaltlich der Beschlussfassung eines Konzeptes durch den Hauptausschuss versehen. Nach Fausts Vorstellungen hätte bis zum Stopp der NDR-Sommertour in Uetersen am 15. Juli ein „moderner Auftritt“ fertiggestellt werden sollen. Dieser Termin dürfte nun nicht mehr zu halten sein.

Ein konzeptionelles Gespräch zur Internetseite unter Einbeziehung aller Fraktionsvorsitzenden und der IT-Abteilung hat Anfang März stattgefunden, im Anschluss wurden Angebote eingeholt. Wie aus der Verwaltungsvorlage zu dem Thema hervorgeht, arbeitet die Stadt derzeit mit einem Content-Management-System (CMS), also einer Software, die das Einstellen neuer Inhalte direkt durch Sachbearbeiter erlaubt. Wunsch der Verwaltung ist es, beim derzeitigen CMS zu bleiben. „In technischer Hinsicht kann der Betrieb der Internetseite durch die IT-Abteilung bisher als erfolgreich und stabil bezeichnet werden“ heißt es in der Vorlage. Es sei nicht ersichtlich, welche Vorteile eine Veränderung des seit mehr als zehn Jahren erfolgreichen und preiswerten Verfahrens hätte. Zudem würde ein Systemwechsel „das bereits vorhandene Wissen vernichten, alle Funktionalitäten müssten neu erlernt werden“, so die Verwaltung.

Bürgermeisterin verwehrt sich gegen Vorwürfe

Mit Fachbegriffen wie dem CMS mochte sich der Erste Stadtrat Faust nicht auseinandersetzen: „Davon will ich nichts wissen!“ Auch, dass der Einkauf einer neuen Webseite laut Verwaltung jährliche Folgekosten in Höhe von 10.000 Euro für die technische Wartung nach sich ziehen würde, wollte Christdemokrat Faust nicht einsehen. Fraktionskollege Matthias Nowatzki schlug vor, die Firmen, die ein Angebot abgegeben haben, in den Hauptausschuss einzuladen, um ihre Konzepte vorzustellen. Bürgermeisterin Hansen verwahrte sich gegen die Vorwürfe. „Die Verwaltung muss mit der Software arbeiten und klarkommen“, sagte sie.

Dem Vorschlag der Verwaltung, mit den bereitgestellten Mitteln die größten Kritikpunkte an dem Internetauftritt der Stadt abzustellen und ein neues Design zu beauftragen, das auf allen Endgeräten darstellbar ist, folgte der Hauptausschuss nicht. Die CDU-Fraktion möchte für das Geld eine „neue Internetseite“. Die weitere Diskussion wurde einstimmig vertagt, zur nächsten Sitzung am 13. Juni soll Oliver Ohlrich von der städtischen EDV die Fragen der Politiker beantworten.

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