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Basisdaten fehlen : Die Bürger brauchen klare Argumente

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Nach der ersten Präsentation des Gutachtens zur Städtefusion Uetersen-Tornesch bleiben viele Fragen offen. In diesem Punkt sind sich die Parteien und Fusionsbeauftragten in Uetersen einig.

„Wir können uns nach dieser ersten Vorstellung der Faktenlage noch überhaupt nicht positionieren. Was die beauftragten Gutachter von Ramboll Management Consulting an Daten vorgelegt haben, war sehr dünn. Außerdem war die finanzielle Gegenüberstellung beider Gemeinden schief. Die drei Millionen Euro Konsolidierungshilfe, die das Land in den nächsten Jahren an Uetersen zahlt, waren gar nicht erfasst“, bemängelt Ingo Struve, SPD-Fraktionsvorsitzender.

Auch Andreas Stief, Fraktionsvorsitzender der CDU in Uetersen kann mit der vorläufigen Fassung des Gutachtens nicht viel anfangen. „Wir hatten uns mehr erhofft. Wenn morgen der Bürgerentscheid wäre, wüßte ich nicht, wie ich stimmen würde“, stellt Stief fest. Er vermisst in der vorläufigen Form des Gutachtens die verschiedenen Perspektiven. „Ich hätte gerne differenzierte Aussagen gehabt, was die Fusion tatsächlich für die einzelnen Beteiligten bedeutet – für Uetersen, für Tornesch, für die Verwaltungen und vor allen Dingen für die Bürger.“ Das sieht Bärbel Voß, büroleitende Beamtin der Stadt Uetersen, ähnlich: „Der Bürger soll letztendlich über die Fusion entscheiden. Dafür braucht er klare, greifbare Fakten. In seiner jetzigen Fassung ist das Gutachten nur schwer verständlich.“ Es sei Aufgabe der Consulting Firma, alle Vor- und Nachteile für die Bürger anschaulich aufzuarbeiten. Spätestens am 16. April werden auf der Bürgerversammlung in der Kleinen Stadthalle Uetersen konkrete Antworten erwartet.

Eine wesentliche Entscheidungsgrundlage fehlt der Erstversion des Gutachtens außerdem: Die Antwort auf die Frage: Gibt es Geld vom Land? Können die Städte mit einer Hochzeitsprämie rechnen? Dazu hat sich das Land bis jetzt noch nicht geäußert.

Ende März soll das fertige Gutachten vorliegen. Die Grobversion kann in der Uetersener Ratsinfo unter dem Sitzungsdatum „5. März“ öffentlich eingesehen werden.

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erstellt am 07.Mär.2013 | 19:52 Uhr

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