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Kulturforum : Die Bretter, die die Welt bedeuten

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Ein Haus in Montevideo“, „Schneeweißchen und Rosenrot“, „Tratsch im Treppenhaus“ – in Moorrege spielt man gern Theater. Der Komödienklassiker von Curt Goetz führte einst zur Gründung des Kulturforums und dort pflegt man die Liebe zu den Brettern, die die Welt bedeuten können mit Inbrunst.

shz.de von
erstellt am 20.Aug.2014 | 20:06 Uhr

Mit dem neuen Stück „Der verkaufte Großvater“, von Franz Streicher – häufig auch gespielt unter dem Titel „Opa wird verkauft“ oder Plattdeutsch „Opa ward verköfft“ – verbinden die Laienschauspieler ein Ziel. „Wir wollen in Zukunft ein Stück pro Saison aufführen“, erklärt der Kulturforum-Vorsitzende Dieter Norton.

Er hat zusammen mit Ernst Ottenbacher – der führte bisher Co-Regie – das Stück ausgesucht. Thematisch wollte man an Klatsch im Treppenhaus von Jens Exler anknüpfen, mit dem das Kulkturforum 2013 große Erfolge einheimsen konnte. Es sollte ein Klassiker des Genres sein, den die Menschen kennen.

Länger dauerte die Auswahl, weil es personell sowie von der Technik zu den Moorregern passen musste. Denn beim Kulturforum kann man sich weitestgehend wieder auf die Akteure verlassen, die bereits beim Vorgängerstück auftraten.

Im Frühjahr 2015 soll die Volkskomödie gezeigt werden, und zwar im Infozentrum der Gemeinschaftsschule. Bei der Nennung von Terminen tut sich Norton derzeit noch etwas schwer, denn es müssen noch zwei Probleme bewältigt werden. Erstens fehlte der Truppe zwei jüngere männliche Darsteller. Um die 30 Jahre sollten sie alt sein. Zweitens sucht man noch einen Regisseur.

Zu beiden Problemen hatte Ottenbacher bereits rumtelefoniert und bei Schauspieltruppen aus der Region nachgefragt. Sie seien jedoch in Vorbereitung ihrer eigenen Stücke und hätten damit keine Zeit, berichtet er. Wer sich berufen fühlt, kann gern Dieter Norton unter 04122/979590 oder 0171/9572368 anrufen.

Beim Kulturforum ist man optimistisch, dass die Probleme bald behoben sind. Mit den Leseproben haben die Schauspieler bereits begonnen.

www.kulturforum-moorrege.de

Die Handlung

Die Geschichte von „Der verkaufte Großvater“: Bauer Kulenkamp hat den Opa schon mit dem Hof übernommen, als er die Erbin heiratete. Jetzt jedoch will er den alten Herrn loswerden. Man ist seiner Eulenspieleien überdrüssig, zudem steht es mit dem Hof wirtschaftlich nicht zum Besten. Da hat auf einmal der reiche Bauer Fiesebarg aus dem Nachbardorf den Wunsch, den Opa zu sich zu nehmen.

Er gibt vor, ein Herz für ihn zu haben und verspricht ihm einen angenehmen Lebensabend. In Wirklichkeit jedoch hat Fiesebarg in Erfahrung gebracht, dass der Alte zwei Häuser besitzt und die will er erben. Er macht Kulenkamp das Angebot ihm den Großvater „abzukaufen“. Vom ärmlichen Kulenkamp-Hof siedelt Opa also in das protzige Haus der Fiesebargs über.

Natürlich hat er das Spiel der habgierigen Leute längst durchschaut und provoziert seine neuen „Besitzer“ genüsslich, um herauszufinden, wie weit er gehen muss, bis die Heuchler ihre Maske fallen lassen und ihre Wahren Absichten zeigen.

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