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Engel-Ausstellung : Die Boten Gottes in vielen Bildern

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

2012 hat die evangelisch-freikirchliche Gemeinde mit dem „Ostergarten“ für überregionales Interesse gesorgt. Jetzt widmet man sich an der Tantaus Allee dem Thema „Engel“, den – nach christlichem Verständnis – Boten Gottes. Am 23. November beginnt eine Engel-Ausstellung, die dann 14 Tage lang zu sehen sein wird. Über Details dazu berichten wir später.

Woran denkt man spontan, wenn von einer Bilderausstellung zum Thema „Engel“ die Rede ist? Schwimmen die Christen jetzt auch auf der Esoterik-Welle mit?“ Die Flut der Engeldarstellungen und Engelbücher der vergangenen 20 Jahre hat wohl mit einer allgemeinen gesellschaftlichen Verunsicherung zu tun und dokumentiert somit eine Sehnsucht des modernen Menschen nach Heil und Heilung: Die Sehnsucht, dass da mehr ist als das, was wir sehen und beweisen können, dass da jemand über uns wacht. Die Personifizierung dieses Jemand zeigt, dass die Menschen nicht eine abstrakte Macht suchen, sondern sich etwas Konkretes vorstellen wollen.

Die Christuskirche Uetersen möchte den Engel als Mittler vorstellen. Und das ist der entscheidende Unterschied zwischen Esoterik und den Engeln der Bibel: Engel sind demnach ein Bestandteil der Schöpfung und ausschließlich von Gott her und zu Gott hin denkbar.

Die Engelausstellung vom 23. November bis zum 7. Dezember lädt ein, den Engeln der Bibel zu begegnen. Das sind keine dekorativen Nippesfigürchen, sondern kraftvolle Gestalten, die Schutz, Trost und Kraft spenden aber auch vehement für die Durchsetzung des Willen Gottes und den Vollzug seiner Pläne eintreten. Engel sind Vermittler zwischen Gott und Mensch, zwischen Himmel und Erde. Sie sind Boten Gottes. Manchmal treten sie sogar als Vernichter auf: zum Beispiel als Israel aus Ägypten floh und ein Engel die erstgeborenen Ägypter tötete. Engel sind mächtig und stark, sogar in der Lage, das Böse an Ketten zu legen, wie die Offenbarung des Johannes beschreibt und Lovis Corinth ins Bild setzt. Die Ausstellung umfasst rund 45 Originalgrafiken von Marc Chagall, Paul Klee, Ernst Barlach, Lovis Corinth, Otto Dix, HAP Grieshaber, Otto Pankok, und der zeitgenössischen Künstler Andreas Felger, Friedrich van Bömches und Eugen Daub. Auch Leihgaben lokaler Künstler sind Bestandteil der Ausstellung, die sonntags von 16 bis 19 Uhr sowie montags bis sonnabends von jeweils 10 bis 13 und 16 bis 19 Uhr geöffnet sein wird. Führungen gibt es um 16 und 18 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung. Eine Handzeichnung eines unbekannten italienischen Malers aus dem 19. Jahrhundert, etliche Grafiken verschiedener Künstler mehrerer Jahrhunderte und eine Bronzeskulptur von Salvador Dali erweitern die Schau. Eine kleine Abteilung der Ausstellung dokumentiert, wie Engel zu Beginn des 20. Jahrhunderts dargestellt wurden, als Schutz- und als Todesengel, wie sie in fast jedem Kinderzimmer hingen. Eine Sammlung von Engeln auf Alltagsgegenständen zeigt auf, wie inflationär das Engelbild in der Gegenwart verwendet wird: auf Tassen, Pralinendosen, Tempotaschentüchern und sogar auf Toilettenpapier. Zurzeit bereiten sich die Organisatoren Peter Schneider und Hans-Jürgen Klatt auf die Ausstellung, die in Kooperation mit der Kunstbuchgalerie Traudisch-Schröter, Wiehl, durchgeführt wird, vor, planen die Zusammenstellung der Bilder und hoffen auf interessierte Besucher. Dabei setzen sie auch auf die Unterstützung der Mädchen und Jungen des Kindergartens der Christuskirche. Diese sind schon jetzt dabei, große Sperrholzengel bunt anzumalen, die später an öffentlichen Stellen auf die Bilderausstellung hinweisen werden. Für Nachfragen stehen Peter Schneider, 04122/977494 und Hans-Jürgen Klatt, 0151/61611324, zur Verfügung. Auch Führungen können mit ihnen vereinbart werden.

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erstellt am 21.Okt.2013 | 21:37 Uhr

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