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Das Museumsjahr 2012 : Die Blütezeit der Lederindustrie

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Das Jahr ist noch nicht zu Ende, da befasst sich Museumsleiterin Dr. Ute Harms schon mit den Dingen, die 2012 Thema in Langes Tannen sein sollen. Es sei recht viel Recherchearbeit notwendig, um die drei großen Ausstellungen und die kleine Kabinettausstellung zum Jahresende im Herrenhaus vorzubereiten, sagte sie gestern im UeNa-Gespräch.

shz.de von
erstellt am 27.Dez.2011 | 20:50 Uhr

Insbesondere die Ausstellung zur Stadtgeschichte hat es Ute Harms angetan. Nach 2009, damals stand das Rosarium im Mittelpunkt, geht es 2012 um hiesige Lederfabriken und Gerbereien. Schröder, Testorf, Frese und Vietheer – das sind nur vier Namen, die diesbezüglich in Uetersen eine große Rolle spielten und zum Teil noch heute spielen. Die Ergebnisse ihrer Recherchen wird die Museumsleiterin ab dem 19. Februar sowohl in der Museumsscheune als auch im Herrenhaus präsentieren. Die stadtgeschichtliche Schau endet am 20. Mai. Nach wie vor ist Ute Harms auf der Suche nach Zeitzeugen, nach früheren Mitarbeitern, die sich an ihre Zeit in Uetersen erinnern. Auch für Fotos und Dokumente – natürlich leihweise überlassen – ist die Museumsleiterin dankbar. Wer helfen kann und möchte, sollte die Rufnummer des Museums wählen. Diese lautet 04122/979106. Im Rahmen der Ausstellung soll auch eine Exkursion angeboten werden. Näheres dazu ist noch nicht bekannt.

Fest steht hingegen auch das Thema der zweiten großen Ausstellung. „Helgoland im Aufbau“ heißt diese und thematisiert das Jahr 1952. 60 Jahre liegt das „Gründerjahr“ inzwischen zurück, das während der Ausstellung vom 10. Juni bis zum 15. August ausführlich vorgestellt werden soll. Die Museumsleiterin greift dabei auch auf Dokumente des Landesarchivs für Architektur zurück. Die Insel Helgoland gehört nicht nur zum Kreis Pinneberg, die Familie Lange war von der Insel begeistert und verbrachte zahlreiche Urlaube dort. Die Helgolandsammlung des Museums gilt als sehr bedeutend. Mit Norman Junge wird das Museum am 22. September einen weiteren sehr bekannten Illustrator begrüßen können. Einzelne Werke des 1938 in Kiel Geborenen werden bis zum 25. November ausgestellt. Junge arbeitete zunächst als Schwarzkünstler, Bildhauer und Zeichner in Köln. Bekannt wurde er insbesondere durch seine Kinderbuchillustrationen. Auch zeichnete er zahlreiche Filme für „Die Sendung mit der Maus“.

Mechthild Ringut, von deren Freundschaftstassen und Perlstickereibeuteln das Museum Langes Tannen schon vor einigen Jahren einige ausgestellt hat, bestimmte in ihrem Testament, dass dem Museum diese Dinge zu schenken seien. Nach ihrem Tod erhielt die Museumsleiterin Post und die Nachricht, dass Uetersen sämtliche Freundschaftstassen und Perlstickereibeutel zustehen würden. Das Erbe ist inzwischen eingetroffen und konnte auch schon gesichtet werden. Es sei sehenswert genug, um noch einmal gezeigt zu werden, so Ute Harms, die dafür das Herrenhaus vorgesehen hat. Und zwar im November/Dezember. Auf der Suche ist die Museumsleiterin nun noch nach einer Vitrine aus der frühen Biedermeierzeit. Eine solche böte eine gute Möglichkeit zur Präsentation auch außerhalb der Ausstellung.

Ute Harms weist abschließend darauf hin, dass das Museum an Silvester geschlossen ist. Am Neujahrstag ist es in der Zeit von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

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