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Uetersener Nachrichten

11. Dezember 2017 | 10:52 Uhr

Vernissage : Die Bedeutung der Lederindustrie

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Es ist die erste Ausstellung im neuen Jahr. Und das Thema ist gleich ein Knaller: „Spiegel, Hechte und Croupons – Gerbereien und Lederfabriken in Uetersen im 19. und 20. Jahrhundert“, so lautet das Thema der Schau, die von Museumsleiterin Dr. Ute Harms erarbeitet worden ist. Tatkräftige Unterstützung erhielt sie aus der Bevölkerung und dabei insbesondere von den Familien der (ehemaligen) Lederfabriken. Insbesondere in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war die Lederindustrie für Uetersens lokale Wirtschaft bedeutend.

shz.de von
erstellt am 16.Feb.2012 | 21:15 Uhr

Christian Testorf (geboren 1745) gilt als Begründer des Gewerbes in der Rosenstadt. Er ließ sich 1799 als Schuhmacher nieder und gerbte im Sommer das Leder, das er im Winter zu Schuhen verarbeitete. So war es zu damaliger Zeit üblich. Dieser einst kleine Handwerksbetrieb wurde zu einer stattlichen Lederfabrik weiterentwickelt. Über acht Generationen hinweg hatte sie Bestand, bevor die Firma 1995 geschlossen werden musste. Eine Ähnliche Entwicklung nahmen die 1825 von Ludwig Schröder, einem Sattler, gegründete Gerberei, die Lederfabrik Vietheer (gegründet 1875) und die Fabrik Christian Frese (gegründet 1879). Die Ausstellung in der Museumsscheune versucht mithilfe von Fotos und Dokumenten, Plänen und Objekten die Geschichte des Lederhandwerks in Uetersen nachzuzeichnen. Vorgestellt wird ferner das heute kaum noch bekannte Handwerk des Gerbens und widmet sich im Herrenhaus der Objektkunst. Ludwig Schröder, Nachfahre der zweitältesten Fabrik in Uetersen, ist dem Material Leder treu geblieben. Er verarbeitet den Naturstoff zu Gürteln aber auch zu Lampen, Schalen, Leuchtern und genießt mit seinen Produkten internationale Anerkennung.

Zur Teilnahme an der Vernissage wird herzlich eingeladen. Ausstellungseröffnung ist am Sonnabend, 18. Februar, um 16 Uhr. Neben Bürgermeisterin Andrea Hansen wird Museumsleiterin Dr. Ute Harms sprechen.

Die Ausstellung kann anschließend noch bis zum 20. Mai immer mittwochs, sonnabends und sonntags von jeweils 10 bis 18 Uhr besucht werden.

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