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Uetersener Nachrichten

19. August 2017 | 02:15 Uhr

Umweltpolitik : Die Baumfrage

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wie viele Bäume befinden sich auf städtischem Grund? Niemand weiß es. Und somit weiß auch niemand, wie viele Bäume derart geschädigt sind, dass sie im Zuge der Gefahrenabwehr gefällt werden müssen

Anfang des Jahres häuften sich die Fälle, in denen zum Schutz der Menschen spontan zur Säge gegriffen werden musste. Diese Bäume waren geschädigt, ohne dass es der Verwaltung vorher bekannt war. Das soll sich nun ändern. Mithilfe eines Baumkatasters, das nach einem bestimmten Kriterienkatalog erstellt wird. Den juristischen Hintergrund dafür erfuhren die Mitglieder des Umwelt- und Kleingartenausschusses am Dienstag im Ratssaal: Nach der herrschenden Rechtsprechung ist im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht eine regelmäßige Kontrolle der Bäume notwendig, um Schadensansprüche abzuwehren. Die deutschen Kommunalversicherer haben sich darauf festgelegt, Kommunen dann Versicherungsschutz zu gewähren, wenn sie ihre Baumkontrollen nach den „FFL-Richtlinien“ (Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau) durchführen. Die Politiker einigten sich nach intensiver Diskussion einstimmig darauf, ein den Richtlinien entsprechendes Baumkataster anzulegen. Mit Tornesch – wo es ähnliche Probleme geben dürfte – soll über eine Zusammenarbeit hinsichtlich der einzusetzenden Software und eines möglicherweise zu beauftragenden Experten mit entsprechender Lizenz gesprochen werden, denn der Bauhof sieht sich personell derzeit nicht in der Lage, ein solches Kataster anzulegen. Die Kosten für diese Maßnahme belaufen sich auf geschätzte 31300 Euro.

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von
erstellt am 16.Nov.2011 | 20:01 Uhr

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