zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

19. Oktober 2017 | 09:57 Uhr

Die Baubaracke des THW

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Seit Jahren plant das THW den Neubau des Verwaltungsgebäudes in Elmshorn. Der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann nutzte in dieser Woche die Gelegenheit, sich vor Ort über den aktuellen Planungsstand und die derzeitigen Probleme zu informieren. Während die Fahrzeughallen in gutem Zustand sind – hier müssen lediglich die Absauganlagen erneuert werden – ist das Verwaltungsgebäude derart marode, dass eine Sanierung nicht mehr wirtschaftlich ist. Verwunderlich ist dies nicht, denn das vom THW genutzte Gebäude stammt aus den siebziger Jahren und war nicht für eine dauerhafte Nutzung errichtet worden, sondern sollte nur der Unterbringung der Bauleitung während des Baus der A 23 dienen. Das THW als heutiger Mieter der ehemaligen Baubaracken lebt seit Jahren mit den Mängeln des Gebäudes. Aufgrund einer fehlenden Wärmedämmung ist der Energieverbrauch hoch, die sanitären Anlagen sind alt und erneuerungsbedürftig und auch mit der Elektrik gibt es Probleme. Daher soll nun ein Neubau Abhilfe schaffen.

shz.de von
erstellt am 05.Jul.2013 | 21:01 Uhr

Gemietet hat das THW die Elmshorner Liegenschaft von der Bundesanstalt für Immobilenaufgaben (BImA), in deren Wirtschaftsplan aber keine ausreichenden Mittel vorhanden sind, um die Neubaupläne in Elmshorn und anderen THW-Standorten in Norddeutschland umzusetzen. Das für die BImA zuständige Ministerium in Berlin ist das Bundesministerium der Finanzen. Dierk Hansen, Landesbeauftragter des THW für Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern, sieht einen strukturellen Fehler bei der Immobilienverwaltung durch die BImA: „Die Mieterträge richten sich nach der Bewertung der Liegenschaften. Da die Elmshorner Liegenschaft sehr niedrig bewertet wurde, bringt sie auch nur niedrige Erträge, so dass keine ausreichenden Mittel für eine grundlegende Sanierung oder einen Neubau zur Verfügung stehen.“ Der Landesbauftragte fordert daher, die BImA finanziell so auszustatten, dass verlässliche Planungen möglich sind und ein Zeitrahmen definiert werden kann, innerhalb dessen auch der in Elmshorn geplante Neubau realisiert werden kann.

Unterstützung erhält Hansen von Rossmann: „Die Mitglieder des Elmshorner THW leisten jedes Jahr über 15000 Arbeitsstunden, ehrenamtlich! Die Spezialisten für Wasserpumpen leisten einen wichtigen Beitrag zum Katastrophenschutz und stecken viel Zeit in die Arbeit und zum Teil auch Geld in die Ausstattung vor Ort. Deswegen verdienen sie auch angemessene Räumlichkeiten mit vernünftigen Sanitäranlagen und Aufenthaltsräumen. Der Standort Elmshorn darf nicht abgehängt werden.“ Um dies zu verhindern, will sich der Bundesabgeordnete mit den Fachleuten seiner Fraktion zusammensetzen, um nach Lösungen zu suchen. Die Forderung an die BImA sei ein verlässlicher Entwicklungsplan, damit klar sei, wann es vorangehe. Jedenfalls sei eines klar: „Der Neubau in Elmshorn darf nicht weitere fünf Jahre auf sich warten lassen“, betonte Rossmann.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert