Bürger in Uetersen sind zornig : Die 30er-Zone kommt großflächig

Die Anwohner Elke und Johannes Heetsch sowie Ilsetraut Raszkies befürchten, dass die Einrichtung einer Tempo-30-Zone in ihrem Wohngebiet nicht zu einer dauerhaften Verkehrsberuhigung führen wird.
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Die Anwohner Elke und Johannes Heetsch sowie Ilsetraut Raszkies befürchten, dass die Einrichtung einer Tempo-30-Zone in ihrem Wohngebiet nicht zu einer dauerhaften Verkehrsberuhigung führen wird.

Weitere Straßenzüge werden jetzt verwaltungsseitig geprüft. Der Anwohnerprotest war erfolgreich.

shz.de von
14. Juni 2016, 14:00 Uhr

Uetersen | In der Stadt Uetersen wird eine neue Tempo-30-Zone eingerichtet: Sie umfasst das Wohngebiet nördlich der Reuter- und Schanzenstraße, verläuft ab Tantaus Allee über die Straßen Am Seeth, Wischhörn und Theodor-Storm-Allee, endet nördlich der Grenzstraße und wird im Westen vom Heidweg begrenzt.

Bei einem Ortstermin hatten Vertreter der Verkehrsbehörde des Kreises Pinneberg zudem angeregt, das gesamte Stadtgebiet daraufhin zu begutachten, ob sich weitere Wohnquartiere für eine Tempo-30-Zone eignen. Auf der kürzlich erfolgten Sitzung des Bauausschusses hat die Politik diesem Vorschlag grünes Licht erteilt.

Mehrere Anwohner der Straße „Am Seeth“ nutzten die Einwohnerfragestunde, um ihrem Unmut über die Verkehrslage erneut Luft zu machen. Ilsetraut Raszkies, die vor einigen Monaten eine Anwohnerinitiative ins Leben gerufen und Unterschriften für eine Verkehrsberuhigung gesammelt hatte, sagte: „Wahrscheinlich tritt durch Tempo 30 keine Besserung ein, wegen des hohen Durchgangsverkehrs. Ich schlage daher die Einrichtung einer Anliegerstraße vor oder eine Beruhigung des Verkehrs durch Einbahnstraßenregelungen.“ Johannes Heetsch berichtete, zu Stoßzeiten würden Autofahrer die Straße Am Seeth nutzen, um mehrere Ampeln zu umgehen. Sie seien dabei mit stark erhöhter Geschwindigkeit unterwegs.

Gravierende Geschwindigkeitsüberschreitungen konnte die Polizei bei einer kürzlich durchgeführten Verkehrskontrolle nicht feststellen. Innerhalb der neuen Tempo-30-Zone sind daher bislang nur Piktogramme angedacht, um das Tempolimit in Erinnerung zu bringen. Sollten sich die Befürchtungen der Anwohner bestätigen, wird die Angelegenheit im Bauausschuss erneut thematisiert.

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