Partnerschaftsvertrag : Dialog in schwierigen Zeiten

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Mit einer Feierstunde ist am Sonnabend der Partnerschaftsvertrag zwischen dem Kreis Pinneberg und der Rayon Selenogradsk im 25. Jahr seines Bestehens bestätigt und um weitere drei Jahre fortgeschrieben worden. „Gerade in politisch angespannten Zeiten ist es wichtig, auf den Dialog zwischen den Menschen zu setzen“, sagte Ivan Khotulev, Generalkonsul der Russischen Föderation, in seinem Grußwort.

shz.de von
31. Mai 2015, 17:46 Uhr

Für die Unterzeichnung hatten sich gut 100 Freunde, Unterstützer und Mitglieder der die Partnerschaft lebenden Vereine in der Pinneberger Drostei eingefunden. Als „beispielhaftes Engagement“ würdigte der Generalkonsul die Partnerschaftsarbeit der vergangenen Jahre. Es seien die vielen persönlichen Freundschaften, die helfen würden, die Grenzen zu überwinden. „Gegenwärtige Schlüsselaufgaben sind die Integration neuer Akteure und der Ausbau der Kontakte zwischen den Menschen – insbesondere in den Bereichen Jugend, Mittelstand und örtliche Selbstverwaltung“, ergänzte Khotulev.

Auch die Unterzeichner des Fortschreibungsprotokolls – Kreispräsident Burkhard E. Tiemann und sein russischer Kollege Landrat Walerij Gubarov - fanden lobende, mahnende und Mut machende Worte. „Wir können nur hoffen, dass das gegenseitige Vertrauen wächst. Möge dieses Protokoll ein weiterer Baustein sein auf dem Weg zu Freundschaft, Versöhnung und dauerhaftem Frieden zwischen unseren Völkern“, so Tiemann. „Es ist nicht gute Zeit, sondern die schwierige, in der sich unsere Partnerschaft bewährt“, formulierte er.

„Die Menschen sind durch die Partnerschaft eng befreundet. Unsere Freundschaft wird nicht beeinflusst durch die politische Situation“, versicherte Landrat Gubarov.

Der Kreispräsident, der seine Zuhörer mit Russischkenntnissen beeindruckte, schenkte der angereisten Delegation eine Lithografie mit der Darstellung zweier Hände des in Uetersen lebenden Künstlers Erhard Göttlicher. Für Gubarov hatte Gastgeber Tiemann ein persönliches Geschenk: einen „echten Tiemann“, ein Portrait. Auch Gubarov war nicht mit leeren Händen gekommen. Er überreichte ein Bild des russischen Künstlers Lawrow.

Musikalisch begleiten Marija Livaschnikova (Klavier) und Katharina Turau (Harfe) die feierliche Zeremonie. Im Anschluss gab es einen Sektempfang und damit Gelegenheit, sich auszutauschen. Vorgesehen ist, im russischen Selenogradsk eine Jugendfeuerwehr aufzubauen. Ferner soll eine historische Wikinger-Siedlung in der Nähe der Partnerstadt zukünftig touristisch besser genutzt werden können; angedacht ist der Ausbau des Radwegenetzes.

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