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Uetersener Nachrichten

23. Oktober 2017 | 10:18 Uhr

Integration : Deutsche und Zuwanderer

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der Ausländeranteil in Uetersen ist vergleichsweise hoch. 13,5 Prozent der rund 18100 Rosenstädter gehören derzeit anderen Staaten an. In Wedel liegt der Anteil nur bei 8,6 Prozent (Stand Ende 2011), im Kreis Pinneberg bei 7,1 Prozent (Stand gestern) und in Schleswig-Holstein bei 4,7 Prozent (Stand Ende 2010).

shz.de von
erstellt am 04.Apr.2012 | 21:04 Uhr

Wie aber steht es um die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in der Rosenstadt? Zwei Beispiele zeigen, wie deutsche und ausländische Uetersener aufeinander zugehen.

Kadir Capan will im Sommer am Ludwig-Meyn-Gymnasium das Abitur machen. Seit drei Jahren leitet er eine Türkisch-AG. Seine Schülerinnen interessieren sich aber nicht nur für die Sprache und Kultur des Landes am Bosporus. Pauline Dupas, Linn Ruwoldt, Jasmin Ossenbrüggen und Nike Bekemeier setzen sich auch für Kinder mit Migrationshintergrund in Uetersen ein.

Beim Tag der offenen Tür am Gymnasium verkauften sie türkische Spezialitäten – zubereitet von Frauen der Türkisch-Islamischen Gemeinde an der Katharinenstraße. Den Erlös – aufgerundet 111 Euro – überreichten die vier Schülerinnen aus dem neunten Jahrgang kürzlich in der Grünen Moschee an den Zukunfts-Bildungsring. Der Verein wird von Mitgliedern der Türkisch-Islamischen Gemeinde getragen. Regelmäßig geben sie rund 70 Schülern mit Migrationshintergrund in Räumen an der Fußgängerzone Nachhilfeunterricht und halten Seminare für deren Eltern. Sie wollen den Familien helfen, sich zu integrieren.

Die Spende hat für den Vorsitzenden Celal Demirtürk und seinen Stellvertreter Sadik Deniz eine besondere Bedeutung. „Nicht nur das Geld ist für uns wichtig, sondern auch, dass man an uns denkt“, sagte Deniz.

Das zweite Beispiel für Integration in der Rosenstadt: Zwölf Uetersener erreichten kürzlich eine wichtige Voraussetzung für die Einbürgerung. Nach einem Jahr Unterricht bestanden sie den Deutschtest für Zuwanderer (DTZ). Der Einwandererbund Elmshorn (EWB) hatte den Kursus organisiert. Die Teilnehmer stammen aus der Türkei, Polen, Afghanistan, Libanon, Ghana und dem Irak. In den wöchentlich 25 Unterrichtsstunden lernten sie vor allem die deutsche Sprache, erhielten aber auch Einblicke in Kultur und Politik. Einige konnten bis dahin auch in ihrer Muttersprache noch nicht lesen und schreiben.

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