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Uetersener Nachrichten

18. Oktober 2017 | 19:28 Uhr

Deutsch-französische Herzlichkeit

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Partnerschaftswoche Heidgrabener begrüßten Gäste aus Challes / Begegnungen und Projektarbeit zu „Europa in 50 Jahren“

shz.de von
erstellt am 29.Jul.2017 | 16:05 Uhr

Mit einem fröhlichen und zugleich zu Herzen gehenden Fest haben die Teilnehmer der deutsch-französischen Partnerschaftswoche ihre Begegnung 2017 in Heidgraben beendet und sich das Versprechen gegeben, sich im nächsten Jahr in Challes wieder zu sehen. 56 Gäste im Alter von zehn bis 65 Jahren aus dem französischen Partnerort weilten vom 22. bis 27. Juli in Heidgraben.

Vorbereitet hatte die Partnerschaftswoche mit einem umfangreichen Programm, zu dem gemeinsame Ausfahrten, Projekte und Begegnungen vor Ort gehörten, wieder der Förderverein Challes et Heidgraben. Die Aktiven zeigten Nerven und Organisationstalent bei unvorhergesehenen Änderungen einiger Programmpunkte und so taten heftige Regenschauer oder ein veränderter Ablauf bei der Tidenkiekerfahrt und der Hamburgexkursion zur Elbphilharmonie der guten Stimmung keinen Abbruch.

Wie seit mehreren Partnerschaftstreffen, die jährlich im Wechsel in Heidgraben und Challes stattfinden, stellten die Kinder und Jugendlichen auch wieder in deutsch-französischen Projektgruppen Kreativität und Sprachkenntnisse unter Beweis. Das Motto lautete diesmal „Europa in 50 Jahren“. Ihre Ideen dazu stellten sie im Laufe der Woche an einem Kinoabend, der im Burgkino Uetersen stattfand, und dann in vollem Umfang beim Abschlussfest im Gemeindezentrum vor. Dazu gehörten eine Europawahl und eine Modenschau. Bevor im Kino der Fantasyfilm „WALL.E – der letzte räumt die Erde auf“ gezeigt wurde, präsentierten sich die „Kandidaten zur Europawahl“ per Video. Auf Stellwänden hingen am Abschlussabend in deutscher und französischer Sprache die „Wahlprogramme“ aus und waren die Teilnehmer des Abends aufgerufen worden, an die Wahlurne zu treten. In Anlehnung an Namen real existierender Politiker und ihre Vorstellungen von Europa kämpften eine „Katharina Marcia“, ein Alfred Lepen Petri“, ein „Claude Lanister“ und ein Roboter, der damit warb: „Wählt mich, ich habe kein Programm. Ich habe einen Algorithmus. Vertraut ihm“ um die Gunst der Wähler.

Auch mit der griechischen Mythologie von Zeus und der schönen Europa als Namensgeberin für unseren Kontinent beschäftigten sich die Kinder und Jugendlichen in Form von Texten und Gedanken zur europäischen Integration sowie der künstlerischen Darstellung von „Europa reitet auf dem Stier“ und stellten ihre Ergebnisse aus.

„Ich sehe Europa als unsere Zukunft. Es ist wichtig, dass sich vor allem die junge Generation über Grenzen hinweg treffen kann. Solche Begegnungen und Projekte müssten noch mehr gefördert werden. Wir sind beeindruckt von den Ergebnissen der Projektarbeit unserer Kinder und Jugendlichen. Sie haben sich intensiv und ideenreich mit dem Thema Europa in 50 Jahren auseinandergesetzt“, sagte Bürgermeister Ernst-Heinrich Jürgensen in einer kurzen Ansprache vor dem gemeinsamen Essen, für das alle Gastfamilien ein umfangreiches Buffet vorbereitet hatten. Jürgensen dankte allen Organisatoren und Unterstützern der Projektwoche und den Gastfamilien aus Heidgraben und der Region. Sie hatten zum Teil mehrere Gäste bei sich aufgenommen.


Teilnehmer erinnern an Udo Tesch


Als Erinnerungsgeschenk an die Partnerschaftswoche überreichte der Bürgermeister an Olivier Bordaiseau, stellvertretender Bürgermeister in Challes und Leiter der Delegation, einen Bildband über die Elbphilharmonie und ein „Kraut für Unsterblichkeit“ aus dem Kohlosseum in Wesselburen für den Gemeindegarten in Challes. Olivier Bordaiseau verlas einen Brief des Bürgermeisters Guy Fourmi. Dieser schickte Grüße an die Bewohner in Heidgraben, lud zur Partnerschaftswoche nach Challes 2018 ein und würdigte den verstorbenen Bürgermeister Udo Tesch als Mitbegründer der Partnerschaft zwischen Heidgraben und Challes, der seinem Nachfolger das Vermächtnis hinterlassen habe, für die Fortsetzung der Freundschaft zu sorgen. Am späten Abend des Abschiedsfestes enthüllten die Freunde aus Challes bei Kerzenschein eine Tafel am Gemeindezentrum, die an Tesch und seinen Einsatz für die Partnerschaft erinnert.

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Weitere Impressionen finden Sie am Montag in den UeNa.


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