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Uetersener Nachrichten

19. August 2017 | 06:18 Uhr

Fußball : Derby-Sieg als Geschenk

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Damit hat mir meine Mannschaft das schönste Geburtstagsgeschenk gemacht“, strahlte Ingo Jopp. Als Trainer der 1. Herren des TSV Heist feierte Jopp am Sonntag neben seinem 47. Ehrentag auch einen 2:1-Derbysieg gegen die 1. Männer des Heidgrabener SV und betonte: „Über 90 Minuten gesehen haben wir verdient gewonnen!“ HSV-Coach Ove Hinrichsen stellte dagegen verärgert fest: „Ich bin sehr enttäuscht, denn wir haben nie das gezeigt, was wir eigentlich können!“

Zum Beginn war die Laune der beiden Übungsleiter noch anders herum: Die Heidgrabener gingen früh in Führung, als Fabian Doell einen langen Diagonalpass über die Heistmer Abwehr hinweg spielte und Philippe Schümann aus 15 Metern an TSV-Torwart Fabian Mielke vorbei zum 0:1 ins lange Eck einschob (10.). „Da haben wir kollektiv geschlafen“, schimpfte Jopp, während Hinrichsen urteilte: „Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben dann aber durch merkwürdige Schiedsrichter-Entscheidungen den Faden verloren!“ Erstmals haderten die Gäste mit Referee Arwit Kumeth (vom SC Alstertal-Langenhorn), als dieser ein Foul an Dennis Malysz, der frei aufs TSV-Tor zulief, nicht ahndete.

„Mit zunehmender Spielzeit haben wir das Heft in die Hand genommen und uns auch vom Fußballerischen her klar gesteigert“, lobte Jopp. Timo Behrmanns 18-Meter-Freistoß von halbrechts schlug zum 1:1 ein, weil er zum Entsetzen von Hinrichsen und HSV-Keeper Sven Seifert halbhoch durch die Abwehrmauer der Gäste hindurch ging. Die Hausherren agierten immer wieder mit langen Bällen auf Marc Richert; nach einer Kopfballverlängerung von Richert war Rafael Vazquez frei durch, lupfte den Ball aber nur an den linken Pfosten (45.). Nach der Pause waren die „Heistmer Jungs“ eine halbe Stunde lang klar überlegen. „Da haben wir nichts von dem, was wir uns vorgenommen hatten, umgesetzt“, schimpfte Hinrichsen. Jopp erfreute sich derweil an zwei „herrlichen Spielzügen“, von denen der erste zum 2:1 führte: Jannik Ossenbrüggen bediente aus dem Mittelfeld Richert, der von der Grundlinie zurücklegte zu Vazquez, der aus zwei Metern nur noch einschieben musste (55.). Drei Minuten später köpfte Jannik Ossenbrüggen den Ball nach einer ähnlichen Stafette an die Latte. „Erst in der letzten Viertelstunde fiel uns ein, dass man auch kämpfen kann“, sagte Hinrichsen ironisch. Beinahe hätten die Gäste noch glücklich ein 2:2 mitgenommen, als Schümann zwei Heistmer aussteigen ließ, dann aber nicht selbst schoss, sondern noch einmal querlegen wollte zu Yannick Sippel, was misslang (87.). HSV-Akteur Jan Hansen (sah „Gelb-Rot“ wegen wiederholten Meckerns/73.) und Richert („Rot“ wegen angeblicher Beleidigung des Schiedsrichter-Assistenten/81.) flogen noch vom Platz. „Der Schiedsrichter hat bescheiden gepfiffen“, waren sich Jopp und Hinrichsen nach dem Derby einig.

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erstellt am 07.Okt.2013 | 19:49 Uhr

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