Fußball : Derby auf Augenhöhe

„Das war ein richtiges Derby“, urteilte Michael Kirmse, Fußball-Obmann des Hetlinger MTV, der als Interimstrainer fungierte, als die 1. Hetlinger Herren am Sonntag die 1. Männer des Moorreger SV empfingen. In Spiel eins nach dem Rücktritt von Coach Marco Kneten hatte der HMTV einen Traumstart: Adrian Sebastian Gonzalez schob nach einem langen Pass alleine vor Gäste-Keeper Jan-Niklas Bohl eiskalt zum 1:0 ein (10.).

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26. November 2013, 21:39 Uhr

„Gonzalez war einer von fünf A-Jugendlichen, die bei Hetlingen zum Einsatz kamen“, so MSV-Coach Arne Frank, „ich sehe es als Wertschätzung für meine Mannschaft an, wenn der HMTV fünf Spieler aus seinem A-Jugend-Landesliga-Team gegen uns einsetzt!“ Kirmse erklärte dies wie folgt: „Durch die drei Roten Karten vom Vorwochenende mussten wir auf unsere A-Jugendlichen zurückgreifen!“ HMTV-Aushilfstorwart Marco Panacek, dessen Rot-Sperre rechtzeitig vor dem Derby abgelaufen war, war chancenlos, als Paul Sarapata eine Flanke von Marvin Hoffmann mit einem brachialen Schuss zum 1:1 unter die Latte zimmerte (18.). „Wenn, dann muss es bei Sarapata auch knallen“, kommentierte Frank den fulminanten Treffer.

Fortan gab es im Deichstadion zahlreiche Zweikämpfe und viele Fouls. Als die Gäste einen Hetlinger Freistoß nicht weit genug klärten, probierte es Adriano Schirosi mit einem 22-Meter-Diagonalschuss, der, noch leicht abgefälscht, immer länger wurde und zum 2:1 im Eck einschlug (25.). Nach einem Abwehrfehler der Hausherren vollstreckte Marvin Hoffmann am langen Pfosten aus der Drehung postwendend zum 2:2 ins kurze Eck (27.). Das Tempo war weiterhin sehr hoch und das HMTV-Spiel wurde hervorragend vom A-Jugendlichen Philipp Drews organisiert. Kurz vor der Pause gab es einen umstrittenen Elfmeter, als Drews im eigenen Strafraum den Moorreger Marcel Helms umklammerte. „Helms wollte sich zum Ball bewegen, also war die Elfmeter-Entscheidung berechtigt, auch wenn so ein Strafstoß selten gepfiffen wird“, urteilte Frank, während Kirmse haderte: „Dieser Elfmeter war absolut unberechtigt!“ Fakt ist: Martin Skowronek verwandelte sicher zum 2:3 (42.).

Im zweiten Durchgang stellte Kirmse sein 4-2-3-1-System auf eine Taktik mit drei Spitzen um. „Wir haben uns zunächst einige Halbchancen erarbeitet, dann aber immer mehr die Linie verloren“, gab Kirmse zu. Die Partie war nun etwas langsamer, aber immer noch sehr intensiv. Sarapata verpasste nach einem Konter das 2:4, als er den Ball über die Latte schlenzte. So blieb es beim 2:3 und Frank freute sich: „Wir haben verdient gewonnen, weil wir eine Nasenspitze voraus waren!“ Kneten stellte fest: „Unser junges Team hat dem Tabellen-Zweiten ein Duell auf Augenhöhe geliefert!“

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