zur Navigation springen

bundesfreiwilligendienst : Der Zufall half kräftig nach

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wofür Tageszeitungen doch alles genutzt werden können. Während Uwe Helbing im Spätsommer die drei neuen Absolventen des Freiwilligen ökologischen Jahres vorstellte, berichtete er auch von der vergeblichen Suche nach einem „Bufdi“. Aus verschiedensten Gründen gab es niemand für den Bundesfreiwilligendienst beim Nabu in Haseldorf. Wenn sich nicht bald ein geeigneter Bewerber finde, müsste die Stelle unbesetzt bleiben, so der Nabu-Schutzgebietsbetreuer.

Das las Alina Janke, die gerade ihr Abitur am Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Gymnasium in Barmstedt abgelegt hatte. Studieren wollte sie, doch das passende Fach hatte die 19-Jährige noch nicht gefunden. Sie nahm Kontakt auf, stellte sich vor und wurde genommen. „Eine gute Entscheidung“, steht für Helbing bereits wenige Tage nach ihrem Start im Elbmarschenhaus fest.

Ein bisschen stellt Alina Janke ihr Licht unter den Scheffel. Auf die Frage, ob sie mit Vorwissen nach Haseldorf gekommen ist, nickt Helbing, während sie mit einem „Nein“ antwortet. Dann berichtet sie von einem ihrer Hobbys, der Imkerei. In der siebten Klasse war an ihrem Gymnasium eine Bienen-AG angeboten worden.

Geleitet wurde sie von Mitgliedern des Barmstedter Imkervereins, zu denen Alina Janke nach dem Ende der Arbeitsgemeinschaft auch weiterhin ging. Irgendwann gab es dann das erste Volk. Derzeit sind es sieben, die während der Zeit in Haseldorf von der Mutter in Bokholt-Hanredder betreut werden.

Ferner ist Alina Janke an Pflanzenheilkunde und essbaren Pflanzen interessiert. Ersten Kontakt mit der Flora bekam sie über ihren Vater, der Garten- und Landschaftsarchitekt ist. Sie ließ sich Kräuterbücher schenken. „Die sind spannend und interessant“, erklärt sie. Ihr Wissen wird Alina Janke im kommenden Jahr in der von Almut Roos ins Leben gerufenen Reihe „Essbare Landschaften“ weitergeben. Allerdings nur bis zum August, denn dann endet ihr Bufdi-Jahr. Helbing hofft, dass sich ähnlich wie die Vergabe der vakanten Stelle eine glückliche Lösung ergibt.

Zu ihren Aufgaben gehört die Vogelzählung im Naturschutzgebiet, die Betreuung der Nabu-Kindergruppe, der Vogelzug-AG an der Albert-Schweitzer-Grundschule in Wedel und des Hetlinger Wassererlebnispfades. Außerdem wird die fröhliche und offene Frau vom Nabu zur „Flugbegleiterin“ ausgebildet. Sie wird damit Expertin in Sachen Vogelzug an der Küste. Sport und die Musik sind weitere Hobbys. Schwitzen und sich ordentlich auspowern muss Alina Janke bei Zumba, Pilates und Schwimmen. Aktiv ist sie im Barmstedter Blockflötenensemble, wobei sie Wert darauf legt, dass es sich hierbei um eine Gruppe mit Niveau handelt. Und wenn noch Zeit bleibt, werden historische Romane gelesen.

zur Startseite

von
erstellt am 29.Okt.2014 | 21:43 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert