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Kreishaus-Verkauf : Der Zoff geht in die nächste Runde

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Nachdem es unter der Woche schwere Vorwürfe vonseiten der Sozialdemokraten in Richtung CDU und FDP gegeben hatte (wir berichteten), als SPD-Kreischef Hannes Birke von „Grundstückslobbyismus“ sprach, schlagen die Christdemokraten nun zurück. Der Kreistagsabgeordnete Christan Saborowski fordert SPD und Wählervereinigung (KwGP) auf, „zu einer sachlichen und an Fakten orientierten politischen Auseinandersetzung zurückzukehren. „Die Wählergemeinschaft betreibt reine Polemik mit dem Versuch, CDU und FDP zu diffamieren“, so Saborowski. Er bedaure, dass in der letzten Sitzung des Hauptausschusses nicht gelungen sei, sich auf ein gemeinsames Verfahren zur Lösung des Verkaufs zu einigen. „Auf Scheingefechte im Kreistag könnte dann verzichtet werden“, sagte Saborowski weiter.

shz.de von
erstellt am 18.Dez.2011 | 21:24 Uhr

Unterdessen hat der stellvertretende Vorsitzende der Kreis Pinneberger SPD, Thomas Hölck das Vorgehen von CDU und FDP noch einmal scharf kritisiert. „Wer beim Verkauf der alten Kreishaus-Flächen darauf setzt, den größtmöglichen Erlös zu erzielen, macht einen schlimmen politischen Fehler“, sagte Hölck in einer Pressemitteilung. Er forderte, dass die Entscheidung über den Zuschlag tunlichst auch nach wohnungsbau- und sozialpolitischen Gesichtspunkte getroffen werden müsse. Hölck befürchtet, dass auch durch die Nähe Pinnebergs zu Hamburg das ohnehin hohe Mietniveau auch in den kommenden Jahren weiter steigen werde. „Wir müssen dieser Entwicklung über die Politik der Kommunen entgegenwirken“, fordert er.

Dass die GeWoGe auf einem Teil des ehemaligen Kreishaus-Areals Studentenwohnungen bauen möchte, sieht Thomas Hölck als Schritt in die richtige Richtung. „Der Kreis Pinneberg ist Hochschul- und Technologiestandort. Wenn wir auch künftig genügend Fachkräfte gewinnen wollen, müssen wir uns um diesen Nachwuchs kümmern“, so Thomas Hölck weiter.

Der Kreistag kommt am Mittwoch zu seiner letzten Sitzung in diesem Jahr zusammen. Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung geht es dann um den Verkauf des ehemaligen Areals des Kreishauses.

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