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UeNa-Lesertelefon : Der Weg zurück in die gesetzliche KV

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Preisentwicklung der privaten Krankenversicherungen kennt seit vielen Jahren nur einen Trend: aufwärts! Zwar haben Versicherte nach einer solchen, oftmals kräftigen Beitragserhöhung das Recht, ihren Vertrag außerordentlich zu kündigen und zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln.

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erstellt am 16.Okt.2013 | 18:28 Uhr

In der Regel ist dies allerdings mit hohen Verlusten verbunden. Langjährige Privatpatienten verlieren in diesem Fall oft ihre kompletten Altersrückstellungen, die die Versicherung für sie angespart hat, um die Beitragsschübe im Alter abzufedern. Wer über die Jahre das eine oder andere Zipperlein entwickelt hat, muss bei seinem neuen Versicherer zudem eine strenge Gesundheitsprüfung absolvieren und wird – wenn überhaupt – nur gegen teure Risikozuschläge aufgenommen.

Dennoch sind Privatpatienten den Beitragserhöhungen ihrer Versicherung nicht hilflos ausgeliefert. Auch dort gibt es Möglichkeiten, die Prämien deutlich zu reduzieren. Denn in vielen Fällen haben die Versicherer Tarife mit vergleichbaren Leistungen im Angebot, die deutlich weniger kosten als die Produkte, die bereits seit Jahren am Markt sind.

Wie hoch ist das Einsparpotenzial, wenn man als Altkunde in einen anderen Tarif wechseln will? Muss man Abstriche bei den medizinischen Leistungen machen? Können die Versicherer ihren Altkunden den Zutritt zu den neuen Tarifen verwehren? Behält der Kunde bei einem Tarifwechsel innerhalb der Versicherung seine Altersrückstellungen und muss man hierbei eine erneute Gesundheitsprüfung durchlaufen?

Die Versicherer versuchen aus naheliegenden Gründen häufig, einen solchen Übertritt in einen günstigeren Tarif zu erschweren. Um optimal umzusteigen, kommen Wechselwillige deshalb oftmals nicht ohne kompetente Unterstützung von unabhängiger Seite aus. Helfen können dabei beispielsweise unabhängige Finanzberater.

Mitunter wird empfohlen, auf einzelne Leistungen des bisherigen Versicherungsschutzes zu verzichten, um den Beitrag zu senken. Davon ist allerdings abzuraten. Denn wer den Umfang seines Gesundheitsschutzes reduziert, wird es schwer haben, zum Status quo zurückzukehren, weil Versicherer bei jeder Leistungsverbesserung von ihren Kunden eine Gesundheitsprüfung verlangen Und das ist auch ein Thema geworden: Viele privat Krankenversicherte wollen zurück in das gesetzliche System. Ein Wechsel ist jedoch nicht einfach, oft ist es deshalb sinnvoll, fachkundigen Rat in Anspruch zu nehmen.

Bei welchem jährlichen Bruttogehalt liegt die Einkommensgrenze beispielsweise, damit Angestellte in die gesetzliche Krankenversicherung zurückwechseln können? Kann ein gut verdienender Angestellter sein Einkommen unter diese Grenze drücken, wenn er Teilzeit arbeitet? Können privat versicherte Freiberufler oder Selbstständige in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln? Kann man wechseln, indem man die Selbstständigkeit aufgibt und der Familienversicherung des Partners beitritt? Und schließlich gibt es noch die magische Altersgrenze von 55 Jahren: Gibt es danach überhaupt noch eine Chance, in die GKV zurückzukehren?

Bei der UeNa-Telefonaktion, heute von 10 bis 16 Uhr, geben Experten Tipps zum Thema: Michael Jungblut, freier Journalist, Autor, Moderator und Referent zu wirtschaftspolitischen und sozialen Themen. Harald Leissl, Fachwirt Finanzberatung, seit 1979 selbstständig in der Finanzberatung. Franz-Josef Toussaint, in der Hauptverwaltung der Barmer in Wuppertal, zuständig für den Bereich Corporate Marketing. Thorulf Müller, Versicherungsexperte mit dem Schwerpunkt Krankenversicherung, Journalist und Betreiber von Presse- und Informationsportalen.

Die kostenlose Hotline ist unter 0800/0005532 zu erreichen.

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