zur Navigation springen

Jahresversammlung der Fußballer : Der TSV schrumpft immer weiter

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Ungeduld bei den Fußballern des Turn- und Sportvereins (TSV) Uetersen. Sie drängen auf eine Entscheidung über die Nutzung des Clubheims an der Alsenstraße. Wie berichtet, kündigte der TSV-Vorstand den Pächtern zum 28. Februar. Grund war ein Sanierungsstau in fünfstelliger Höhe.

Seither bewirten die Spieler ihre Zuschauer in Eigenregie. Die Räume sehen leer und kahl aus. „Für Fußballer ist das eine Katastrophe. Einen Fußballverein ohne Clubheim gibt es im Raum Hamburg sonst gar nicht“, sagte Mitglied Uwe Jens bei der Jahresversammlung der Sparte im Clubheim.

Der Vereinsvorsitzende Lutz Schölermann vertröstete die Kicker. Der Vorstand, die Abteilungs- und Übungsleiter hätten bei drei sogenannten Zukunftstagen zwar viele Ideen zusammengetragen.

Die Entscheidung soll aber die Delegiertenversammlung treffen. Sie tagt am Dienstag, 21. April, ab 19.30 Uhr in der Kleinen Stadthalle.

Das große Problem: Der Verein hat innerhalb der vergangenen zehn Jahre fast 700 Mitglieder verloren. Er umfasst noch knapp 2200 Sportler. Nicht allein deshalb steckt er in Finanznöten. Der Haushalt 2015 werde die Rücklagen in Höhe von etwa 100000 Euro aufbrauchen, kündigte Schölermann an.

Das oberste Ziel für ihn besteht daher darin, in dem Anbau des Clubheims neue Kurse anzubieten, um mehr Mitglieder zu gewinnen. Im Blick hat er Wellness-Angebote. Die Möglichkeiten Abriss, Neubau, Neuverpachtung warf er zwar in den Raum. Sie scheinen aber unrealistisch zu sein. Ein Neubau lasse sich kaum finanzieren. Wollte der Verein neu verpachten, hätte er auch die alten Pächter behalten können.

Die Fußballer können auf einen Restaurantbetrieb aber gut verzichten. Wie Schriftführerin Annika Kruse berichtete, öffnete das Lokal für die Bedürfnisse der Spieler sonnabends ohnehin viel zu spät. Deshalb stellte der Förderverein einen Bewirtungs-Container auf den Platz.

Die Fußballer wünschen sich daher einen Clubheim-Betreiber, der das Haus auf 450-Euro-Basis zu den Spiel- und Trainingszeiten öffnet und Getränke sowie kleine Snacks anbietet. „Wir haben bereits mit jemandem gesprochen, der bereit wäre, das als reines Clubhaus zu betreiben“, sagte Vorstandsmitglied Wolfgang Brandt.

Der neu gewählte Sparten-Vorsitzende Thorsten Reinke betonte: „Es geht auch um die Außenwirkung. In den Dörfern drumherum bauen sie alle ihre Angebote auf, und wir bauen ab.“ Die Fußballer wollen ihren Vorschlag dem Vereinsvorstand nun schriftlich unterbreiten.

zur Startseite

von
erstellt am 11.Mär.2015 | 18:21 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert