Umbau des Clubheims : Der TSV plant seine Zukunft

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Der TSV Uetersen leidet unter einem starken Mitgliederschwund. Immer weniger Männer, Frauen und Kinder wollen im größten Uetersener Verein Sport treiben. Das zwingt den TSV nun zum Handeln. Der Vorstand beabsichtigt, mit Mandat der Delegiertenversammlung, das 1971 errichtete und 1979 erweiterte Clubheim an der Alsenstraße 23 einer Umwidmung zu unterziehen. Gegen das Veto der Fußballer, die das Haus als Clubheim erhalten wollten.

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17. Mai 2015, 21:21 Uhr

Doch das, sagt der Vorstand, sei nicht wirtschaftlich und auch nicht bezahlbar. Während der Versammlung in der Kleinen Stadthalle konnten sich die Kicker mit ihrem Antrag auch nicht durchsetzen. Die große Mehrheit der Vereinsvertreter folgte den Plänen des Vorstands (wir berichteten).

Jetzt wird es konkreter. Am 28. Mai wird sich der Sozialausschuss mit den Plänen und insbesondere den errechneten Kosten dieses Umbaus befassen. Denn der TSV hat einen Antrag auf Unterstützung beantragt. 150000 Euro schwer ist die Neuausrichtung des Gebäudes als Sport- und Jugendbegegnungsstätte.

Für die Politiker hat der TSV das Vorhaben noch einmal argumentativ aufbereitet. Demnach zwinge der demografische Wandel in der Gesellschaft auch die Sportvereine zu einer Veränderung ihres Sportangebotes und verlange zunehmend eine Orientierung in Richtung Ausweitung der Kursangebote in Kleingruppen. Die vorhandenen Räumlichkeiten seien dafür bestens geeignet. Das hätten Gutachter des Kreissportverbandes inzwischen bestätigt.

Die geplanten Sanierungs- und Umbauarbeiten sind umfangreich: Für die Isolation der Außenfassade sowie des Daches werden 50000 Euro veranschlagt. Neue Heizungsrohre und Heizungskörper sollen für 30000 Euro eingebaut werden. In den Anbau (1979) soll eine Fußbodenheizung integriert werden (7000 Euro). Um das Haus als Sportstätte nutzen zu können, bedarf es eines neuen Fußbodens, der mit 20000 Euro zu Buche schlägt. Für die Erneuerung der Elektrik wurden 3000 Euro veranschlagt. Zudem sollen die Räume renoviert werden. Die geschätzten Kosten belaufen sich dabei auf 10000 Euro. Ebenfalls 10000 Euro soll der Umbau eines Raumes zur Garderobe mit separatem Zugang von außen kosten. Für die Umgestaltung der vorhandenen Küche sowie des Nebenraums wurden 5000 Euro kalkuliert. Die Einrichtung eines Gemeinschaftsraumes als Begegnungsstätte soll weitere 5000 Euro kosten. Weitere Leistungen und die Architektenkosten betragen 10000 Euro. Der Vorstand hat die Mandatsträger der Stadt wissen lassen, dass Eigenleistungen erbracht werden sollen, Voraussetzung für eine Förderung durch den Kreis. 30000 Euro können in Pinneberg beantragt werden. Aber nur, wenn auch die Stadt 30000 Euro bezahlt. Das Problem dabei: Bei diesem Zuschuss handelt es sich um eine freiwillige Leistung, die unter den Bedingungen des „Rettungsschirmes“ (Vertrag mit dem Land zum Schuldenabbau) ohne Gegenfinanzierung in gleicher Höhe nicht erfolgen darf.

Vorausgesetzt, es gelingt der Stadt dieser Spagat, könnten weitere 20 Prozent Fördergelder vom Landessportverband eingeworben werden. So bleibt für den TSV ein Eigenanteil von 60000 Euro.

Hinzu kommen später Kosten für die Ausstattung der Räume mit entsprechender Möblierung.

Die für die Zukunft des Sportvereins entscheidende Sitzung beginnt um 19 Uhr.

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