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Uetersener Nachrichten

26. September 2017 | 07:30 Uhr

Windpark-Betreiber : Der Streit geht weiter

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Betreiber des Windparks Uetersen hatten im vergangenen Jahr einen Antrag zur Änderung des Bebauungsplanes Nummer 70 der Stadt Uetersen gestellt. Bestandteil war die Änderung der Windenergieanlagen, die im Rahmen eines „Repowering“ von sechs auf vier Anlagen reduziert werden sollten sowie die Aufhebung der Höhenbegrenzung von 100 Metern. Gefordert wurden 200 Meter. Die Politiker des Ausschusses für Bau-, Umwelt- und Verkehrswesen stellten damals fest: „Die Beschlussfassung über die 1. Änderung des Bebauungsplanes Nummer 70 für das Gebiet Windpark Uetersen, hier ‘Aufstellungsbeschluss’, wird vertagt, bis qualifizierte Ergebnisse aus dem Bauleitverfahren zur 47. Änderung des Flächennutzungsplanes unter Beteiligung der Nachbargemeinden und der Öffentlichkeit vorliegen.“

shz.de von
erstellt am 01.Apr.2014 | 22:17 Uhr

Die Betreiber haben nun erneut die Aufstellung der 1. Änderung des B-Planes 70 beantragt. Ziel, so die Begründung, sei die bessere wirtschaftliche Nutzung der Fläche und die Erhöhung des Anteils an regenerativen Energien.

Die Stadtverwaltung hat dem Gremium, das am 10. April über den Antrag entscheiden soll, empfohlen, dem Begehren zuzustimmen.

Der Beschlussvorschlag lautet (Auszug): „Der B-Plan 70 (...) soll wie folgt geändert werden: Reduzierung der Windenergieanlagen von sechs auf vier bis fünf Anlagen und Erhöhung der maximalen Höhe von 100 Metern auf bis zu 200 Metern.“ Die Verwaltung weist zudem darauf hin, dass die frühzeitige Unterrichtung der Öffentlichkeit (§3 Baugesetzbuch) bereits im Rahmen einer Informationsveranstaltung zur 47. Änderung des F-Plans erfolgt ist.

Noch immer gibt es erheblichen Widerstand gegen das beabsichtigte Repowering. Insbesondere in Groß Nordende ist man mehr als verstimmt über das Handeln Uetersens. Man müsse, beklagt nicht nur Bürgermeisterin Ute Ehmke, viel stärker als die Bürger der Stadt, die Auswüchse des Windparks ertragen. Denn man habe ihn direkt vor der „Haustür“. Doch Uetersen plant und entscheidet darüber alleine. Vielleicht schon am 10. April, um damit nicht nur ein Zeichen vor Ort zu setzen, sondern auch die in Berlin beschlossene Energiewende durch aktives Handeln zu unterstützen.

Die Sitzung des Bauausschusses beginnt um 19 Uhr im Ratssaal.

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