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Uetersener Nachrichten

15. Dezember 2017 | 23:01 Uhr

Handball : Der Spaß stand im Vordergrund

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Ob Manuela Weber eine Vorahnung hatte? Zehn Jahre in Folge war sie Dauerkarten-Besitzerin beim HSV Handball, ehe sie im Juli 2015 kein Saisonticket mehr erwarb. Dies war goldrichtig so, schließlich zog sich der insolvente HSV inzwischen vom Spielbetrieb zurück. In Hamburg gibt es also keinen Bun- desliga-Handball mehr ‒ dafür wurde am Mittwochabend in Moorrege „großer“ Handball gespielt, als der Moorreger SV anlässlich des 50-jährigen Bestehens seiner Handball-Abteilung den Deutschen Rekordmeister THW Kiel empfing. Für Weber, Trainerin der 1. MSV-Männer, war dies auch deshalb ein besonderes Spiel, weil sie auf THW-Trainer Alfred Gislason traf, den sie „seit vielen Jahren bewundert“.

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erstellt am 04.Feb.2016 | 19:15 Uhr

Um nicht absolut chancenlos gegen den Bundesligisten zu sein, hatten die MSV-Verantwortlichen es arrangiert, dass ihre 1. Männer, die in der Bezirksliga um den Klassenerhalt kämpfen, vom Hamburg-Ligisten HSG Pinnau unterstützt werden. „Das passte gut, weil Pinnau-Spieler Thomas Winkler ein Ur-Moorreger ist“, sagte Weber. Die Moorreger hatten Anwurf und hielten fast eine Minute lang das 0:0, ehe Rogério Moraes Ferreira für die Kieler zwei Tore vorlegte. Mit Jannik Biehl war es dann eine der „Pinnau-Leihgaben“, der jeweils von halblinks aus beim 1:2 und 2:6 die ersten beiden Treffer des Außenseiters erzielte. Vier Tore von Pascal Kühl sicherten ein aus MSV-Sicht überragendes Zwischenergebnis von 6:12.

Das Resultat war aber nur zweitrangig ‒ vor allem ging es darum, den 550 Zuschauern ein Handballspiel mit hohem Spaßfaktor zu präsentieren, was gelang. Und die Partie war überaus fair: Die einzige Gelbe Karte sah der Kieler Igor Anic für eine Attacke gegen Winkler. Zudem gab es für die Moorreger zwei Siebenmeter: Mit dem ersten scheiterte Julian Biehl an THW-Torwart Nikolas Katsigiannis, den zweiten verwandelte Andree Buhse. Buhse stellte mit einem schönen Rückraumwurf auch den 9:25-Pausenstand her.

Im zweiten Durchgang ließen es die Kieler „Zebras“ etwas ruhiger angehen, zeigten aber trotzdem noch zahlreiche technische Kabinettstückchen und „Zauber-Tore“. Auch THW-Torwart Niklas Landin schaltete sich mehrmals in das Angriffsspiel ein: In der 40. Minute nutzte dies der Moorreger Fabian Hippe, um vom eigenen Kreis aus das ver- waiste Gäste-Gehäuse anzuvi- sieren ‒ und traf die Latte ...

Kurz vor Ultimo gelang Landin per Freiwurf über die Moorreger Abwehrmauer hinweg das 13:45. Dann stellte Jürgen Harms mit einem Lupfer den 14:45-Endstand her (60.). „Dieses Spiel hat wirklich unglaublich viel Spaß gemacht“, so Weber, die noch einmal „ein großes Dankeschön“ an alle Sponsoren und Helfer/innen, die diese Partie möglich machten, aussprach.

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