Tuch+Technik Textilmuseum : Der Sinn von Museen

Ein interessantes Kapitel neumünsteraner Museumsgeschichte wurde mit der Ausstellung: „Hinter den Kulissen – 100 Jahre Museum für Neumünster“ im „Tuch + Technik – Textilmuseum“ der Öffentlichkeit präsentiert. Zu diesem Namen kam das heutige Museum erst 2007, als ein Konzept vorlag welches vorsah, dass eine Dauerausstellung erlebnisorientiert und lebendig sein sollte.

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19. Dezember 2013, 17:20 Uhr

Das Ausprobieren und Anfassen der Materialien ist erlaubt und Schulklassen und Kindergartengruppen machen von den Aktivprogrammen regen Gebrauch. Damit ist der Ansatz geglückt, Stadt- und Textilgeschichte miteinander zu verbinden, die eine Zeitspanne von ca. 2000 Jahren umfasst.

Die Geschichte des neumünsteraner Museums wurde an den verschiedesten Orten der Stadt geschrieben und begann mit einem Heimatmuseum. Im Jahre 1914 wurde das Städtische Museum gegründet. Dann begann eine wechselvolle Museumsgeschichte. Von 1953 bis 1962 war das Museum in Ställen der Holstenhallen untergebracht. Später fasste die Ratsversammlung den Beschluss für ein Textilmuseum. Im September 2001 wurde der heutige Standort im Zentrum der Stadt (Kleinflecken 1) beschlossen und 2005 begann der Neubau, der im Februar 2007 abgeschlossen wurde. Die Eröffnung des „Tuch+Technik Textilmuseums“ war im Oktober 2007.

16 Studentinnen und Studenten des Seminars für Europäische Ethnologie/Volkskunde der Christian-Albrechts-Universität Kiel nahmen die Aufarbeitung der neumünsteraner Museumsgeschichte vor. Sie erstellten ein Konzept für die Ausstellung unter der Leitung von Professorin Dr. Silke Göttsch-Elten. In ihrer Projektarbeit konzentrierten sie sich auf die Frage: „Was ist die Aufgabe eines Museums?“ Sie formulierten die Kernaufgaben eines Museums so: „Sammeln – Bewahren – Forschen und Vermitteln“. In der Ausstellung wird deutlich, wie sich die Schwerpunkte im Laufe der 100 Jahre verschoben haben. „Hinter den Kulissen“ deutet auf Kuriositäten hin, die bisher noch nicht gezeigt wurden.

Geöffnet: Di.-Fr. 9-17 Uhr. Sa. + So. 10-17 Uhr. Öffentliche Führungen finden am 12. Januar und 16. Februar von 12-13 Uhr statt.

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