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Uetersener Nachrichten

18. Dezember 2017 | 08:47 Uhr

Wahlkampf : Der Rückenwind kam aus Berlin

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Kräftigen Rückenwind gab es gestern Abend für Barbara Ostmeier. Die CDU-Landtagsabgeordnete, die am Sonntag ihr Mandat verteidigen will, freute sich, dass es dem Uetersener CDU-Stadtverband gelungen war, Bundesfamilienministerin Kristina Schröder in die Rosenstadt zu holen. Bevor die Ministerin bundespolitische Themen ihres Ressorts auf den Tisch legte, erläuterte sie, warum die CDU die Wahl in Schleswig-Holstein gewinnen müsse. Am Sonntag gehe es darum, ob im Land eine Politik der immer weiteren Verschuldung, oder weiterhin die solide Finanzierung zur Maxime gemacht werde. Zudem gehe es um den Schulfrieden. „Jost de Jager muss am Sonntag Ministerpräsident werden, das ist gut für Schleswig-Holstein und gut für uns alle“, fasste Kristina Schröder zusammen. Zu wenig Zeit mit der Familie verbracht zu haben, das sei für viele ein Gedankengang, der sie bis ins hohe Alter hinein bewege, leitete die Ministerin über. Ihre Aufgabe sei es, Familien zu unterstützen, also geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen. Wie Männer und Frauen aber ihr Familienleben verwirklichen wollten, solle ganz alleine ihre Sache sein. Es gebe eben keine Einheitsfamilien.

shz.de von
erstellt am 02.Mai.2012 | 21:07 Uhr

Ob sich eine Familie für einen Kindergarten- beziehungsweise Krippenplatz entscheide oder dafür, ihr Kind selber zu erziehen, sei deren Sache. Und zu dem damit verbundenen viel diskutierten Betreuungsgeld sagte sie, dass es dafür viele gute Gründe gebe. Wer jedoch sage, das Betreuungsgeld sei eine Herd- oder eine Bildungsfernhalteprämie, beleidige Familien, die sich dafür entscheiden würden. Wer so denke, der habe ein völlig verqueres Menschenbild.

Wenn Familien statt dessen einen Kita-Platz wollten, dann einen mit gescheiten Öffnungszeiten. Für alle sei die zusätzliche Schaffung von Betreuungseinrichtungen ein finanzieller Kraftakt, doch Kita-Plätze seien auch eine Standortfrage und zudem eine haushaltspolitische Frage. Wenn man nicht in frühkindliche Bildung investiere, werde man die Kosten später um ein Vielfaches zu tragen haben.

„Unsere Arbeitswelt ist immer noch auf Menschen zugeschnitten, die Arbeit delegieren können. Wenn beide Partner berufstätig seien, dann spiele die Arbeit als Taktgeber für das Familienleben eine große Rolle“, packte sie ein weiteres Thema an.

Die Ministerin ermahnte dabei zu mehr Flexibilität auf Firmenseite. So sollte man in Zukunft nicht mehr nur zwischen Halbtagsjob und Vollzeitstelle entscheiden können. Was für die Vereinbarkeit von Familien und Beruf gelte, gelte auch für die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf. Das sei allerdings ein wesentlich stilleres Thema, aber ebenso brisant. Der Bund könne viel tun, aber er benötige Partner auf Landes- und kommunaler Ebene. Daher sei die Landtagswahl am Sonntag so wichtig, kam Kristina Schröder zum Ausgangspunkt zurück.

„Wir werden es schaffen. Ich habe ein gutes Gefühl“, rief sie auch Barbara Ostmeier zu. Es schloss sich eine zum Teil kritische Fragerunde an. Stadtverbandsvorsitzender Michael Reibe war es schließlich vorbehalten, die Veranstaltung zu beenden, nicht ohne der Ministerin für ihren Besuch zu danken.

Nun freuen sich alle auf die Kanzlerin. Angela Merkel kommt am Freitag in die Mehrzweckhalle der Gemeinschaftsschule nach Tornesch.

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