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Uetersener Nachrichten

13. Dezember 2017 | 20:16 Uhr

Helene : Der Neubau des Elbdükers stockt

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Stillstand herrscht derzeit auf der Baustelle des Elbdükers nahe des Klärwerks. Die Bohrmaschine wurde zwar Mitte Juli von der Dorfbürgermeisterin Monika Riekhof auf den Namen „Helene“ getauft, was für „Hetlinger Erdgas-Leitung unter der Elbe für neue Energie“ steht. Doch sie arbeitet nicht.

shz.de von
erstellt am 12.Aug.2014 | 21:41 Uhr

Es fehlt noch eine Genehmigung für den 24-Stunden-Betrieb der Tunnelbohrmaschine, bestätigt Dr. Philipp von Bergmann-Korn, Pressesprecher der Gasunie Deutschland. Er ist allerdings optimistisch, dass sie sehr bald vorliegen wird.

Bauherren sind neben der Deutschen Gasunie mit Sitz in Hannover, einer Tochter der N.V. Nederlandse Gasunie, noch Open Grid Europe. Bereits 2012 während des Planfeststellungsverfahrens war von einem Rund-um-die-Uhr-Betrieb gesprochen worden. Der ist deutlich wirtschaftlicher als das tägliche Anfahren und Abstellen des Bohrers. Dass er tatsächlich werktags 24 Stunden laufen soll, wurde von den Betreibern während einer Informationsveranstaltung im April im Schulungsraum des neuen Feuerwehrgerätehauses mitgeteilt. Damals war davon die Rede, dass bei den zuständigen Behörden ein Antrag auf Nachtarbeit beim Rohrvortrieb gestellt wurde. In Hetlingen geht nun die Sorge um, dass die Bauarbeiten deutlich länger dauern als bisher vorgesehen. Denn das Unternehmen liegt mittlerweile 20 Wochen hinter seinem ursprünglich avisierten Terminplan.

Anfangs sollte 2013 und 2014 der neue Düker gebaut, 2015 der alte demontiert werden. Dieser Plan stammte aus dem Sommer 2012. Fraglich ist ferner, ob und wie in den Wintermonaten gegraben werden kann.

Zu dem Zeitplan möchte sich Dr. von Bergmann-Korn derzeit nicht äußern. Er verweist darauf, dass nach der Erteilung der Genehmigung für den 24-Stunden-Betrieb eine Aktualisierung erfolgt.

Der Bau des mehr als 1500 Meter langen, zwölf Meter unter dem Elbegrund verlaufenden Tunnelbauwerks mit 3,10 Meter Außendurchmesser wird nun mit dem Einsatz des Tunnelbohrers in Angriff genommen. Wenn das Projekt abgeschlossen ist, werden in dem Düker zwei Hochdruckleitungen für den Erdgastransport von Niedersachsen nach Schleswig-Holstein verlegt. Mit dem Neubau des Dükers soll eine sichere und zuverlässige Erdgasversorgung entstehen.

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