Handball : Der nächste Krimi, bitte

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Langweilige Spiele gibt es nicht, wenn die 1. männliche A-Jugend des TuS Esingen beteiligt ist. So, wie die Tornescher das alte Jahr beendeten, nämlich mit einem dramatischen 27:26-Sieg in der A-Jugend-Bundesliga gegen den 1. VfL Potsdam, so starteten sie am Dienstagabend auch in das neue Jahr. Im Achtelfinale des HHV-Erwachsenen-Pokals, an dem die TuS-Talente als die offiziell 3. Männer-Mannschaft ihres Vereins teilnehmen, schlugen sie das noch punktlose Hamburg-Liga-Schlusslicht Ahrensburger TSV ebenfalls knapp mit 25:26.

shz.de von
07. Januar 2015, 18:59 Uhr

Dass es erneut einen Handball-Krimi gab, kommentierte Coach Claas-Peter Schütt, der in Abwesenheit seines Trainerpartners Till Krügel bei der Esinger A-Jugend alleine an der Seitenlinie stand, wie folgt: „Das war natürlich schön für die Zuschauer, auch wenn viele vorab erwartet hatten, dass wir diese Partie deutlicher gewinnen!“ In der ersten Halbzeit wogte die Partie zunächst mit wechselnden Ein-Tore-Führungen hin und her. Als Hennes Paulsen einen Gegenstoß zum 9:7 nutzte, war dies der erste Zwei-Tore-Vorsprung (24.). Die Seiten wurden beim Stand von 12:11 gewechselt.

Nach der Pause schienen die Hausherren in der Alten KGST-Halle zunächst auf einem guten Weg zu sein, sich abzusetzen: ATSV-Torwart Christian Lamprecht bekam wegen wiederholten Meckerns eine Zwei-Minuten-Strafe und Hannes Haas erhöhte auf 17:13 (37.). „Dann haben wir unsere Überzahl nicht gut ausgespielt“, gab Schütt zu. Paulsen warf freistehend Christian Cornehl, den Aushilfskeeper der Gäste, an. Auf der Gegenseite hatte TuS-Torwart Niklas Beckemeyer Pech, dass mehrere Würfe, die er eigentlich schon pariert hatte, doch noch im Netz landeten – so stand es plötzlich 17:17 (41.).

Anschließend konnten sich die Tornescher nur noch knappe Führungen herausarbeiten. Beim 23:23 (55.) drohte gar eine Verlängerung; dann trafen Paulsen und Thore Gier, der angeschlagen war, aber auf die Zähne biss, zum 25:23. Den 24. ATSV-Treffer beantwortete wiederum Gier, indem er einen umstrittenen Strafwurf zum 26:24 verwandelte. Im Gegenzug bekamen auch die Ahrensburger einen Siebenmeter, den Beckemeyer parierte, aber der Nachwurf saß. Nun waren noch 16 Sekunden auf der Uhr; Schütt nahm eine Auszeit, nach der ein Esinger Stürmerfoul gepfiffen wurde. Nun nahmen die Gäste ihre Auszeit, nach der sie aber nicht mehr zum Torwurf kamen.

„Wir haben nicht auf dieses Pokalspiel hingearbeitet, sondern am vergangenen Sonnabend und am Montag jeweils eine dreistündige Krafteinheit absolviert – deshalb konnten wir am Ende nur eine knappe Führung ins Ziel retten“, so Schütt, der aber betonte: „Im Pokal ist das Weiterkommen entscheidend – und wir sind ins Viertelfinale eingezogen!“

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