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Laubsammelaktion : Der Mottenkampf mit der Harke

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Es geht wieder los! Nach einem Jahr Pause wird am 9. November, dem bundesweiten Aktionstag „Rettet die Kastanien“, wieder Laub geharkt. Nicht irgendwelches, sondern das der weißblühenden Rosskastanie. Denn die haben es im wahrsten Sinne des Wortes in sich. In Uetersen ist man gut informiert, kennt den kleinen Schädling, der genau dieser Kastanienart das Leben schwer macht.

Die Kastanienminiermotte hat in diesem Jahr, nach einem Jahr Sammelpause, wieder hart zugeschlagen. Insbesondere am Tornescher Weg und in Langes Tannen. Dort sind die Blätter schon fast gänzlich braun, fallen bereits zu Boden. Der einsetzende Herbst hat damit nichts zu tun, vielmehr sind es die gefräßigen Larven der Motte, die die Blätter miniert haben. Dabei durchtrennten sie auch die feinen Blatt-Äderchen, sodass diese Leiterbahnen keine Nährstoffe mehr transportieren konnten. Das Blatt wurde welk und vom Baum abgestoßen. Das Fatale: In dem Blatt wartet mindestens eine verpuppte Larve auf den nächsten Frühling. Ihr kann auch der stärkste Frost nichts anhaben. Es gibt nach wie vor nur eine Möglichkeit, die Bäume vor den wütenden Angriffen der Motte zu schützen: das konsequente Einsammeln des Laubes.

Und das soll nach Beschluss des Ausschusses für Bau-, Umwelt- und Verkehrswesen am 9. November unter der Regie der Stadt erfolgen. Wer helfen möchte, melde sich jetzt telefonisch unter 04122/714234 (Vanessa Wulff) an. Geld gibt’s nicht dafür, aber viel Anerkennung und nach der Aktion eine warme Gulaschsuppe auf dem Gelände des Baubetriebshofes am Stichhafen.

Die Laubsammel-Aktion 2013 beginnt um 10 Uhr. Bislang ist vorgesehen, die Blätter in Langes Tannen (Allee), am Damm (Allee), bei Hatlapa (Tornescher Weg) und an der „Tafel“ (Finkenbrook) aufzunehmen und mit diesen bereitstehende Müllsäcke zu füllen. Anschließend sorgen sich Mitarbeiter des Bauhofes um die fachgerechte Entsorgung. Das Laub wird der Kompostierung in Tornesch-Ahrenlohe zugeführt. Während des Verrottungs-Prozeses werden dort Temperaturen erzeugt, die die Larven töten, sodass sie keinen Schaden mehr anrichten.

Alle Helfer werden gebeten, Harken und Handschuhe mitzubringen. Der jeweilige Einsatzort wird den Freiwilligen bei der Anmeldung im Rathaus mitgeteilt.

In Uetersen arbeitet man zweigleisig. Dem Laubsammeln im Herbst folgt die konsequente Bekämpfung der Larven im Frühjahr mithilfe von Lockstofffallen. Initiator dieser Aktion ist Dieter Schipler von der Uetersener SPD-Fraktion. Ihm ist es in diesem Jahr gelungen, Spendengelder in dreistelliger Höhe einzuwerben, um davon Fallen und Lockstoffmittel zu kaufen.

Mitarbeiter des Baubetriebshofes haben diese Fallen in die Zweige der Rosskastanien entlang des Damms gehängt. Dort haben sie gute Dienste getan, viele Motten eingefangen und diese so an der Fortpflanzung gehindert.

Schipler wünscht sich nun eine nachhaltige Unterstützung. Es sollen noch mehr Fallen in die Zweige der Kastanien gehängt werden, um die Miniermotte zusätzlich zu schwächen. Wer finanziell helfen möchte, wendet sich direkt an ihn. Telefonisch ist der Politiker unter 04122/7935 zu erreichen.

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erstellt am 10.Sep.2013 | 21:26 Uhr

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