Gespräche : Der Marsch-Schulbus fährt weiter

„Der Schulbus wird fahren“, tritt der Haselauer Bürgermeister Rolf Herrmann (CDU) allen Gerüchten in der Marsch entgegen.

shz.de von
04. Januar 2012, 20:23 Uhr

Ausgelöst worden waren die Spekulationen durch die Insolvenz, die der Schulbusbetreiber Thies Bustouristik GmbH Anfang Dezember beantragt hatte. Wenn die Kinder am 9. Januar erstmals wieder in die Grundschule gehen, wird allerdings ein anderes Busunternehmen die Beförderung übernehmen.

Zwischen der Insolvenz und dem Beginn der Weihnachtsferien hatte der Schulbusverkehr „mit kleineren Querelen“ funktioniert, so Herrmann. Einige Gespräche hat es seit Anfang Dezember gegeben zwischen Insolvenzverwalter, der Stadt Uetersen, dem Geschäftsführer des Nachfolgebetriebes Thies Bustouristik GmbH & Co KG und dem Haselauer Bürgermeister. Am Ende stand fest, dass der Hamburger Fuhrunternehmer zwar am 9. Januar den Schulbusbetrieb wieder aufnehmen würde, jedoch nicht für längere Zeit. „Das war uns zu unsicher“, berichtete Herrmann. Eigentlich wollten die Marschmer den Schulbusverkehr in die Hände der Kreisverkehrsgesellschaft legen. Doch der KViP-Geschäftsführer weilt bis zum kommenden Montag im Urlaub. Eine schnelle Entscheidung war auch nicht möglich, weil erst Mitte Januar ein Gespräch in der Kreisverwaltung ansteht. Denn eigentlich müssen die Marschmer den Schulbusverkehr neu ausschreiben. Doch sie wollen die Mitarbeiter der Kreisverwaltung davon überzeugen, davon abzusehen. Das Argument der Marschmer: Bei einer Ausschreibung könnten ohnehin nur Firmen des öffentlichen Personennahverkehrs bieten. Die bilden jedoch eine Unternehmensfamilie. Kaum zu erwarten, dass ein Schwesterunternehmen die KViP unterbietet. Für die (Zwischen-)Lösung sorgte Amtsvorsteher Heinz Lüchau (CDU). Er brachte Strunk Omnibusverkehr ins Gespräch. Lüchau nutzt seit 1977 die Angebote des Barmstedter Unternehmers, um mit Freunden in den Urlaub zu fahren. Er ließ seine Kontakte spielen. „Da ist Bereitschaft signalisiert worden, den Schulbusverkehr zu übernehmen“, erklärt der Haseldorfer. Details müssen noch in Gesprächen geklärt werden. Bei Strunk hat man nach Auskunft des Amtsvorstehers keine Probleme damit, diese Aufgabe nur übergangsweise zu erledigen. Denn an der angedachten Lösung mit der KViP wollen die Marschmer weiter festhalten.

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