St-Martins-Umzug im Klosterbezirk : Der Mantel der Barmherzigkeit

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Die IHG ist mitnichten eine reine, auf den kaufmännischen Vorteil bedachte Gemeinschaft. Anders, als manch’ Lokalpolitiker das glauben mag, ist die Interessengemeinschaft Handel und Gewerbe vielmehr Teil der aktiven Gesellschaft, der das Wohl der ganzen Stadt am Herzen liegt.

shz.de von
07. Oktober 2012, 18:02 Uhr

Das soll einmal mehr am 11. November deutlich werden. Denn dann lädt die IHG, insbesondere der Teil der Altstadtkaufleute, wieder zu einem Martinsumzug ein. Mit Pferd, dem Heiligen St. Martin, einem Bettler und hoffentlich ganz vielen die Spielszene begleitenden Kinder, die den dunklen Herbstabend mit hellen Lampions erleuchten sollen. Wie natürlich auch die Mitglieder der Uetersener Jugendfeuerwehr, die mit Fackeln dabei sind.

Gestartet wird wieder auf dem Pausenhof der Rosenstadtschule, Zugang Parkstraße. Von dort aus wird dann, gegen 17.30 Uhr, in Richtung Klosterbezirk marschiert, begleitet und gesichert von der Polizei.

Vorneweg reitet der Heilige St. Martin. Der war zu Lebzeiten Bischof. Aber zuvor auch Soldat. Als Gardist trug er über dem Panzer die Chlamys, einen weißen Überwurf aus zwei Teilen, der im oberen Bereich mit Schaffell gefüttert war. Erzählt wird aber meistens von einem roten Mantel, den Martin trug. Berichtet wird von einem Tag im Winter, als Martin an einem Stadttor einem Mann begegnete, der unbekleidet war und fror. In einer barmherzigen Tat soll Martin seinen Mantel mit dem Schwert geteilt und dem Armen gegeben haben. Doch das ist nur der eine Teil der Geschichte: In der folgenden Nacht soll ihm im Traum Christus erschienen sein, bekleidet mit dem halben Mantel, den Martin dem Bettler gegeben hatte. Im Sinne der Bibelstelle (Matthäus) „Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich gekleidet (...) Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan“, ist Martin zu einem Jünger Jesu geworden.

Die Szene der Teilung des Mantels wird im Verlaufe des Umzuges nachgespielt. Diesmal nicht in Höhe des Burggrabens, sondern, wegen der besseren Akustik, mitten auf dem Burgplatz. Dort, wo gegen 18 Uhr der Marsch endet. Kekse, Kakao und belegte Brötchen warten dort auf die Kinder.

Die beteiligten Kaufleute, Klosterprobst Hubertus Graf von Luckner und Hella Amberg als Grand Dame des Martinsumzuges hoffen insbesondere auf gutes Wetter. Regen wäre mehr als ärgerlich.

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