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Rückzug : „Der Macher“ macht’s nicht mehr

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Wenn es am schönsten ist, soll man aufhören.“ Heinz Kubik, der sich seit mehr als 40 Jahren ehrenamtlich für die Stadt und ihre Bürger engagiert, will in Zukunft kürzer treten.

„Es war immer schön, für meine Rosenstadt etwas zu machen. Aber irgendwann muss Schluss sein. Seit 1969 habe ich das mit Begeisterung getan“, erinnert Kubik an den Ausgangspunkt seines leidenschaftlichen Engagements. Damals zunächst vom Fliegerhorst aus. Wer weiß noch etwas von der Weihnachtspaketaktion für Uetersener Bürger, die damals immerhin 378,37 Mark erbrachte? Eine stolze Summe, bedenkt man, was das Geld damals wert war.

„Warum mache ich Schluss? Ich habe mich lange mit dieser Frage beschäftigt. Mein Kopf will weiter machen, doch mein Körper sagt Nein! Aus gesundheitlichen Gründen muss ich in Zukunft kürzer treten, daher wird die bevorstehende Benefizaktion am 1. Juli meine letzte Aktivität für Uetersen sein. „Ich habe daher bei der Rosenfesteröffnung mitgeteilt, auch die Ehrenbezeichnung als Rosenkavalier an die Stadt zurückgeben. Ich möchte, dass nun in Ruhe eine kompetente Person gefunden wird, die ein solches Ehrenamt übernehmen kann“, so Kubik, dem die Würde des Rosenkavaliers einst von Bürgermeister Wolfgang Wiech und Bürgervorsteher Adolf Bergmann verliehen worden war.

Bereits das Herbst- und Lampionfest in diesem Jahr, eine Erfindung von Kubik, wird der Uetersener nicht mehr vorbereiten, „auch zukünftige Cityfeste werde ich nicht mehr bereichern können“, so Kubik, der ein wenig müde wirkt.

Trotz des persönlichen Verzichts in den vielen Jahren seines Engagements habe er viel gewonnen. So „Tausende neue Freunde“. Bei denen wolle er sich jetzt ganz herzlich bedanken. „Das hat mit allen viel Spaß gemacht.“

Es waren gewaltige Summen, die in den Jahrzehnten seines ehrenamtlichen Tuns zusammengekommen sind. So für die DLRG Region Uetersen, die Jugendfeuerwehr, den Spielmannszug „Rosenstadt Uetersen“ und natürlich für den „Förderkreis krebskranker Kinder und Jugendlicher Kiel“, aktuelles Förderprojekt auch beim bevorstehenden Rosenfest (Benefizaktion).

Doch Kubik verlässt die Bühne nicht ganz. Was er angefangen hat, möchte er noch zu Ende bringen. Da ist zum Beispiel die Gewinnübergabe, resultierend aus dem vergangenen Herbst- und Lampionfest. Schließlich sollen einige Kinder Uetersen noch einmal aus der Vogelperspektive betrachten können. Gestartet wird diesbezüglich in der letzten Augustwoche vom Flugplatz Uetersen in Heist. Und auch an seinem Buch „Uetersen querbeet“ arbeitet der Geschäftsführer der Markthalle Uetersen am Großen Sand weiter. „Es geht um die körperliche Arbeit. Ich schaffe die Schlepperei nicht mehr.“ Kubik: „Ich freue mich jetzt erst einmal auf den 1. Juli.

Auch, weil es mir gelungen ist, den Ministerpräsidenten nach Uetersen zu bekommen, was schon seit Jahren mein Begehren war.“

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erstellt am 24.Jun.2012 | 21:07 Uhr

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