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Uetersener Nachrichten

22. August 2017 | 13:13 Uhr

Basketball : Der letzte Wurf entscheidet

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wie in der vergangenen Spielzeit, so ist der MTV Bad Bevensen/Lüneburg auch in dieser Saison ein direkter Konkurrent der 1. Herren des TSV Uetersen im Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Regionalliga Nord. „Unter der Woche konnten wir gut trainieren und wollen nach dem Sieg in Eidelstedt nun endlich auch wieder ein Heimspiel gewinnen“, erklärte André Hoppe, Spieler und Pressewart der TSV-Korbjäger, vor der Partie am Sonnabendnachmittag.

Die erste Halbzeit verlief allerdings ganz und gar nicht nach dem Geschmack der Uetersener. Die Gäste aus der Lüneburger Heide (in Anlehnung daran stand „MTV Heide“ auf ihren Trikots) traten zwar ohne etatmäßigen Aufbauspieler und ohne Trainer in der LMG-Halle an, spielten ihre Stärken aber zielstrebig aus. „Den gegnerischen Centerspieler konnten wir nur selten am Wurf hindern und sahen bei den Rebounds oft sehr schlecht aus“, gab Hoppe zu. 18:25 stand es nach dem ersten Viertel. Im zweiten Abschnitt lief es bei den Hausherren zwar in der Offense besser, doch der Rückstand wuchs bis zur Pause auf 33:49 an.

Nach dem Seitenwechsel kehrten die Rosenstädter aber wie verwandelt auf das Parkett zurück: In der Defense agierten sie fortan viel aggressiver, während die Gäste, obwohl nun ihr Coach an der Seitenlinie stand, quasi aufhörten, Basketball zu spielen. Insbesondere Philipp Döhring erzielte nun einen „Dreier“ nach dem anderen (insgesamt waren es sechs) und brachte seine Uetersener auf 56:60 heran; vor dem letzten Viertel stand es 56:62 aus TSV-Sicht.

Die letzten zehn Minuten waren dann an Dramatik kaum zu überbieten. Die Partie wogte hin und her und in der heißen Phase glichen die Hausherren durch einen Freiwurf von Raoul Lehmann zum 73:73 aus. „Das war ganz wichtig“, wusste Hoppe. Als Döhring seinen Mitspieler Jan-Frederic Linde fand, sorgte dieser freistehend unter dem Korb für die erste Führung seines Teams (75:73). Die Gäste nahmen eine Auszeit; die Uetersener verteidigten danach zwar gut, doch dann verwandelte ein Lüneburger, der laut Hoppe „eigentlich nicht für seine Dreier-Würfe bekannt ist“, von der Dreierlinie aus zum 75:76 – da nur noch vier Sekunden auf der Uhr waren, bejubelten die Gäste schon ihren vermeintlichen Sieg ...

Doch die Uetersener schlugen noch einmal zurück: Nach einer Auszeit wurde der Ball von der Mittellinie zu Döhring gepasst, der mit einer Körpertäuschung zum Korb zog, hochstieg und den Ball 0,8 Sekunden vor Ultimo aus fast unmöglichem Winkel zum 77:76 versenkte. Der letzte Wurf war also entscheidend, der TSV hatte einen packenden Krimi mit 77:76 gewonnen und Hoppe jubelte: „Das war ein sehr wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt!“

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erstellt am 10.Feb.2014 | 21:23 Uhr

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