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Jubiläum und Abschied : Der letzte Schützenball in Krögers Gasthof

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Er streicht eine Auszeichnung nach der anderen ein. Ende September räumte Günter Henning beim Jubiläumsschießen des Tornescher Schützenvereins zwei Pokale ab. Am Sonnabend riefen die Grünröcke den 59-jährigen Gärtner als neuen König aus. Rund 200 Gäste feierten in Krögers Gasthof den 60. Tornescher Königsball.

Henning gilt als hervorragender Sportschütze und engagiert sich als stellvertretender Sportleiter. Ihm werden während der Saison 2014/ 2015 Barbara Müller als Erste und Heidrun Steenfatt als Zweite Ritterin zur Seite stehen. Der Prinz heißt Kevin Kliegel (15). Einen neuen Bürgerschützenkönig gibt es nicht, da sich keiner der acht Kandidaten zur Feier angemeldet hatte.

Wer zur neuen Königsrotte gehört, stand seit dem Jubiläumsschießen fest. Doch nach alter Tradition hatte der Vorstand die Namen bis zur Proklamation geheimgehalten. Der Vorsitzende Udo Schöttler zeigte sich erleichtert, dass seine Ehefrau Barbara als Schützenkönigin abdankte. „Die Ritter haben mir kaum Zeit zum Atmen gegeben“, klagte er augenzwinkernd. Es sei schwierig gewesen, während des Königsjahres Zeit zum Klönschnack mit seiner Frau zu finden. Den scheidenden Rittern Henry Kliegel und Günther Hoppe wollte er daher den Abschied von ihr erleichtern. Er schenkte ihnen Schoko-Sahne-Pudding – mit Glückshormonen.

Das Wort Abschied stand über dem gesamten Jubiläumsball. Die Schützen feierten die Königsproklamation zum letzten Mal in Krögers Gasthof. Wie berichtet, werden die Wirte Nicola und Heinz Münster den Saalbetrieb zum Ende des Jahres einstellen, um sich auf die Führung des angrenzenden Hotels zu konzentrieren. Als Dank für den guten Service überreichte Schöttler der Dame des Hauses Blumen.

Ein humorvolles Geschenk brachte Klaus-Peter Schliemann, der Vorsitzende des Postsportvereins (PSV) Elmshorn, dem Verein mit. Er überreichte Schöttler eine Glühbirne. „Wenn andere Euch das Licht ausdrehen, machen wir es wieder an“, sagte er. Doch die Schützen sehen ohnehin nicht schwarz. Den nächsten Ball feiern sie in Uetersen in der Gaststätte „Zur Erholung“.

Rückblickend betonte Schöttler: „Wir sind 60 Jahre alt geworden, aber dafür haben wir uns gut gehalten.“ Das sei das Verdienst seiner Vorgänger. Er sieht es als gutes Zeichen an, dass der Verein nur sieben Vorsitzende hatte. „Der HSV hatte in fünf Jahren zehn Trainer“, bemerkte er.

Die abdankende Königin erhielt traditionell einen Spitznamen. Da sie sich ein Schild in der Form eines Gesangbuches hatte anfertigen lassen, verlieh Schöttler ihr den Namen „Barbara I., die Musikalische“.

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erstellt am 19.Okt.2014 | 18:26 Uhr

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