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Außerordentliche Mitgliederversammlung : Der Kulturverein macht weiter

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Das Engagement von Maria Westphal, nun ehemalige Zweite Vorsitzende des Kulturvereins Haseldorfer Marsch, hat sich gelohnt: Während der außerordentlichen Mitgliederversammlung in der Haseldorfer Bandreißerkate, Achtern Dörp 3, wählten 31 der 160 Mitglieder einen neuen Vorstand. Dafür haben sie und weitere im Kulturverein Organisierte ordentlich die Werbetrommel gerührt, haben unter anderem 1000 Info-Briefe in den Dörfern verteilt, um neue Mitstreiter für den Verein zu begeistern.

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erstellt am 15.Mär.2015 | 21:47 Uhr

Die Vorstandsspitzen sind indes nicht alteingesessene Marschmer, sondern leben noch nicht lange in der Region. So, wie der neue Erste Vorsitzende Thomas Herion, 64 Jahre alt. Vor zwei Jahren zog der pensionierte Gymnasiallehrer mit seiner Ehefrau nach Haselau, singt dort in der Kantorei. Zur Zweiten Vorsitzenden wurde Anne-Lena Nötzelmann (31). 2011 von Kellinghusen nach Haseldorf gezogen, arbeitet sie als Versicherungsmaklerin in Hamburg, ist begeisterte Reiterin und nimmt Gesangs- sowie Klavierunterricht. Schriftführerin ist nach wie vor Inge Drewel, und Wilfried Kahnert bleibt Kassenwart.

„Wir wollen uns bemühen, junge Leute für das Vereinsleben zu begeistern“, sagt Thomas Herion im UeNa-Gespräch.

Dabei stehen ihm Maria Westphal und Barbara Rühl, die Malprojekte für Kinder anbietet, mit Rat und Tat zur Seite. „Die alten Macher begleiten die neuen noch in diesem Jahr, um das bereits organisierte Programm miteinander zu gestalten“, so Westphal. Das kulturelle Programm, das seit 20 Jahren angeboten wird, werde nun fortgeführt. Dazu gehören unter anderem der traditionelle Kulturtag, Kabarettabende und Lesungen. Thomas Herion stellt sich außerdem vor, „dass in der Werkstatt der Bandreißerkate handwerkliche Kurse wie Schmieden, Schnitzen und Bildhauerei stattfinden könnten.“

Bürgermeister Uwe Schölermann ist erleichtert, denn die Bandreißerkate, das museale Kleinod seiner Gemeinde, das viele Touristen anzieht, bleibt nun erhalten. „Wenn sich kein neuer Vorstand gefunden und sich der Verein aufgelöst hätte, dann wäre dies das Ende dieser schönen Einrichtung gewesen“, sagt er. Veranstaltungen, wie unter anderem die Kreativkurse und die Werkstatt für Kinder hätte es nicht mehr gegeben.

Nun steht alles auf Anfang. Und der frische Wind hat dem Verein sogar schon ein neues Mitglied beschert. Jana Autzen, 36 Jahre alt und Mutter von zwei Söhnen im Alter von fünf und drei Jahren, hat gerade ihre Beitrittserklärung abgegeben.

Die Tochter des bekannten Töpfers Uwe Rathlev, die Kunstgeschichte, Pädagogik und Psychologie studiert hat, will sich aktiv beim Kulturverein einbringen. „Am liebsten möchte ich mit Kindern töpfern und basteln – ihnen spielerisch den Zugang zur Kunst und Kunstgeschichte vermitteln“, sagt sie.

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