Bauvorhaben am Tornescher Weg : Der Investor macht weiter!

Was geschieht denn nun am Tornescher Weg? Dort stand einst das Restaurant „Krug zum grünen Kranze“. Das wurde abgerissen, entstehen sollte ein Mehrfamilienhaus. Dann der Crash und ein Neuanfang mit einem anderen Investor.

Avatar_shz von
20. März 2014, 19:34 Uhr

Hans Mann aus Klein Nordende zeigte Interesse für das halb fertiggestellte Haus, bei der Stadt stellte der Investor eine Bauvoranfrage mit dem Ziel, umplanen zu dürfen (andere Wohnungsgrößen), welcher positiv beschieden wurde und verhandelte zudem mit der finanzierenden Bank. Nach UeNa-Recherchen handelt es sich dabei um die Sparkasse Südholstein. Hans Mann: „Zum Verhandlungsstand sage ich derzeit nichts“.

Mit dem damaligen Eigentümer schloss Mann einen Kaufvertrag. Der sei rechtswirksam, so der Unternehmer. Gleich im Anschluss daran legte er los. In Uetersen war man erfreut: Es geht endlich weiter, bloß kein Baustopp in exponierter Lage!

Doch weit gefehlt: Nur wenige weitere Wochen waren ins Land gegangen, da musste Mann sein Engagement wieder beenden, denn die ehemals finanzierende Bank habe, nachdem die so genannte Auflassungsverfügung in das Grundbuch eingetragen worden war, keine Freigabe erteilt.

Was nun? Während der SPD-Jahresversammlung im „Uetersener Hof“ wurde diese Frage gestellt. Die rasche Antwort aus der Mitgliedschaft: Hans Mann habe sich zurückgezogen, es gebe einen anderen Investor, der nun weiterbaue. So habe man es während einer Sitzung des Ausschusses für Bau-, Umwelt- und Verkehrswesen erfahren.

Mann auf UeNa-Nachfrage dazu: „Das ist nicht richtig. Ich bin nach wie vor bereit weiterzubauen, benötige dazu aber das Okay aller Beteiligter.“ Es gebe in der Tat einen weiteren Investor, der das Objekt gerne überplanen wolle. Der habe vielleicht auch schon einen Bauantrag gestellt. Nach wie vor übe er aber das Hausrecht über das Grundstück aus. Und er wolle das Objekt auch fertigstellen.

Woran scheitert das Ganze nun? Die Uetersener Nachrichten haben sich an den Vorstand der Sparkasse Südholstein gewandt und dort nachgefragt.

Dort war zu erfahren, dass man derzeit überhaupt nicht in der Lage sei, sich zu äußern. Das könne nur der Insolvenzverwalter (Anm. d. Red.: die Immobilie, um die es geht, befindet sich im laufenden Insolvenzverfahren). Mann: „Wenn ich dazu nun etwas sage, widerspreche ich mir selbst. Derzeit nenne ich weder Ross noch Reiter. Mir kommt es darauf an, möglichst rasch Eigentümer zu werden. Und bislang halte ich es so, zu Details zu schweigen, um keinen Partner vor den Kopf zu stoßen.“

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert