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Moschee : Der Imam betet jetzt im vierten Stock

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Muslimische Gebetsrufe hallen durch das Treppenhaus im Klinikum Elmshorn. Im Treppenhaus geht es in den vierten Stock, wo der Direktor des Krankenhauses, Lars Timm gemeinsam mit der Türkischen Gemeinde Elmshorn, einen leer stehenden Raum in einen Gebetsraum umgewandelt hat. Zu Gast bei der Einweihung war auch ein Attachee aus dem türkischen Konsulat in Hamburg, der dem Mittagsgebet und der Leitung von Vorbeter Sabre Demirden beiwohnte.

Die Idee hierzu kam dem Vorsitzenden der Türkischen Gemeinde, Ali Evcil, als er Patient im Klinikum war. „Ich habe einen Gebetsraum gesucht, aber nur die Kapelle gefunden.“ Diesen Raum im Erdgeschoss wollte Evcil aber nicht nutzen und fragte bei der Klinikleitung nach. Lars Timm zeigte sich sofort aufgeschlossen von der Idee: „Nicht wenige unserer Patienten, aber auch unserer Mitarbeiter sind muslimischen Glaubens. Da war die Einrichtung eines solchen Gebetsraumes eine logische Konsequenz.“

Der Raum indes enthält alles, was ein muslimischer Gläubiger benötigt: Ausgestattet mit einem Teppich und den notwendigen Hinweisen auf die Himmelsrichtung nach Mekka finden sich dort auch weitere Gebetsteppiche sowie ein Koran in arabischer und türkischer Sprache. In Elmshorn leben derzeit rund 5000 Menschen mit muslimischem Glauben. Jedes Jahr behandelt das Krankenhaus rund 300 Patienten, für die der neue Gebetsraum nun geschaffen worden ist.

Im Kreis Pinneberg stellen die Regio Kliniken das erste und einzige Krankenhaus mit einem eigens eingerichteten Raum für muslimische Gläubige.

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erstellt am 10.Mai.2012 | 19:05 Uhr

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