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Schützenfest der Gilde : Der HSV sicherte sich die „Meisterschaft“

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Was für ein Wetter beim diesjährigen Gildefest! Drei Tage lang Sonnenschein. Da machte selbst das Marschieren Spaß. Immerhin wurde am Sonnabend eine Strecke von rund vier Kilometern bewältigt. Bei Regen ist das wirklich kein Genuss. Doch nicht mit dem Umzug, sondern mit der Übergabe des Vogels, auf den alle schießen durften, die König werden wollten (mehr als 50 taten das) begannen die drei tollen Tage. Und mit dem am Freitag ausgerichteten Vereinsschießen. 2012 war dieses Turnier begründet worden.

shz.de von
erstellt am 09.Jun.2013 | 20:06 Uhr

Damals hatten sich fünf Vereine angemeldet. Diesmal waren es schon acht Teams. Man verdoppelte sich also nahezu. Schon jetzt wurde gemutmaßt: Sollte sich dieser Trend fortsetzen, so muss im kommenden Jahr eine Vorrunde eingeführt werden. Diese Überlegungen mussten in diesem Jahr noch nicht umgesetzt werden. Beteiligt hatten sich Mannschaften der DLRG, der Unteroffizierschule der Luftwaffe, des Heidgrabener Sportvereins (HSV), des Musikzuges Rosenstadt Uetersen, des TSV Fußball, der Moorreger Karnevalisten sowie jeweils ein männliches und weibliches TSV-Turn-Team.

Andreas Lüthe, verantwortlich für das Vereinsschießen, begrüßte die Mannschaften gemeinsam mit Ältermann Joachim Henningsen und wünschte allen „gut Schuss!“. Nach mehr als zweistündigem Wettbewerb mit der Kleinkaliberwaffe stand mit dem kleinen HSV die Siegermannschaft fest. 120 von 150 Ringen reichten für Platz eins. Auf den Plätzen zwei und drei folgten ihnen das Team „Musikzug“ mit 117 Ringen und die Mannschaft vom TSV Fußball, die sich mit dem Team Turnen weiblich den dritten Rang teilen durften (jeweils 114 Ringe). Üben sollte das Team TSV Turnen männlich, das mit 80 Ringen auf den achten Platz kam.

Etwa 50 Gildemitglieder beteiligten sich am anderen Tag am großen Umzug. Erste Etappe war die Residenz des Königs. Joachim Nohtse gab dort den ersten Schnaps des Tages aus. Nun wurde zum Rathaus marschiert, nicht, um es einzunehmen wie einst der Hauptmann von Köpenick, sondern um das Wappentier in Empfang zu nehmen, das ein Jahr lang von Bürgermeisterin Andrea Hansen verwaltet worden war. „Dass ich sie hier Jahr für Jahr begrüßen kann, ist mir inzwischen eine große Freude geworden, denn auf Sie ist Verlass. Ich bin gespannt, wer König wird und danke Ihnen für das ehrenamtliche Engagement, das sie für Uetersen leisten und den Menschen damit zeigen, wie Gemeinschaft geht“, so die Bürgermeisterin. Das hörten die Gildebrüder sehr gerne und waren zudem erfreut darüber, dass Andrea Hansen und Heike Baumann einen weiteren Schnaps „springen“ ließen. Doppelt „geölt“ marschierte es sich noch leichter.

Ziel des Marsches war der Festplatz auf dem Vereinsgelände an der Großen Twiete. Dort stand das Königsfrühstück bereit. Neben der Gilde versammelten sich befreundete Schützenvereine zum fröhlichen Schmaus. Gemeinsam stärkte man sich für die Proklamationsfeier am selben Abend.

Und die hatte es in sich. Auch nach der Inthronisierung von Klaus Ratjen und seiner Rotte. Vom Festausschuss nach Uetersen geholt worden war nämlich Kabarettist „Fischer Kai“ aus Kiel. Wenn der kommt, dann ist für Geschichten und Seemannsgarn bestens gesorgt. Es gab Erzählungen vom Leben am Meer, vom Umgang mit Ehefrauen und davon, wie der Norddeutsche in seiner Vielfalt so tickt. Für alle, die sich im Norden nicht so auskennen, gab es eine Einweisung im Umgang mit Einheimischen und Andersdenkenden. Und einige Gildebrüder durften dem Ensemblemitglied des Lüdemann-Theaters assistieren und wurden so selbst zu einer Bereicherung des Abends.

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