Der Haushalt steht und ist gut

Einstimmig haben die Neuendeicher Gemeindevertreter den Haushalt für 2018 verabschiedet.
Einstimmig haben die Neuendeicher Gemeindevertreter den Haushalt für 2018 verabschiedet.

Finanzsituation Neuendeich finanziert neues Feuerwehrauto aus der Rücklage / Keine Kreditaufnahme für Investitionen

Avatar_shz von
18. Dezember 2017, 14:36 Uhr

Mit ihren einstimmigen Beschlüssen zur Haushaltssatzung und zum Haushaltsplan 2018 sowie zur Anpassung der Abwassergebühren für das Jahr 2018 haben die Gemeindevertreter Neuendeichs die Weichen für das kommende Jahr gestellt. „Wir stehen gut da“, betonte Bürgermeister Reinhard Pliquet (SPD).

Der Haushaltsplan für 2018 ist im Verwaltungshaushalt in Einnahmen und Ausgaben auf 796 700 Euro, der Vermögenshaushalt in Einnahmen und Ausgaben auf 334 300 Euro festgesetzt worden. Es erfolgt eine Zuführung vom Vermögenshaushalt an den Verwaltungshaushalt in Höhe von 10 300 Euro. Eine Kreditaufnahme für Investitionen ist nicht notwendig. Die Hebesätze für die Realsteuern wurden nicht erhöht. Sie betragen seit 2015 für die Grundsteuer A und die Grundsteuer B 290 Prozent und für die Gewerbesteuer 320 Prozent seit dem Jahr 2006.

Als Hauptinvestition für das kommende Jahr hatten Finanzausschuss und Gemeindevertretung bereits im Oktober die Anschaffung eines Feuerwehrfahrzeuges LF 10 beschlossen. Die Kosten hierfür liegen bei 268 000 Euro. Auch der Ersatz einer Wasserpumpe für 15 000 Euro und die Anschaffung weiterer Ausstattungen für die Feuerwehr in Höhe von 3000 Euro haben im Haushalt ihren Niederschlag gefunden.

Das Feuerwehrfahrzeug soll nicht durch ein internes Darlehen finanziert werden, sondern aus dem allgemeinen Rücklagenbestand, teilte der Bürgermeister den Politikern mit. Aktuell beträgt das Guthaben in der allgemeinen Rücklage 312 615,37 Euro. Für 2017 muss noch eine Entnahme in Höhe von 41 900 Euro berücksichtigt werden. Für das kommende Jahr ist eine Entnahme in Höhe von 232  300 Euro vorgesehen.

Die Gemeinde rechnet im kommenden Jahr mit Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 50 000 Euro, mit einem Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer in Höhe von 340 700 Euro und Schlüsselzuweisungen in Höhe von 75 500 Euro. Als größte Posten im Haushalt 2018 schlagen neben der Kreis-, Amts- und Gewerbesteuerumlage in Höhe von 324 600 Euro die Schulkostenbeiträge mit 117 000 Euro zu Buche.

Die Schulden der Gemeinde betragen per 31. Dezember 2018 voraussichtlich 107 179,54 Euro. Das heißt: 200 Euro je Einwohner.

Nicht nur beim Beschluss zum Haushalt 2018, auch bei der Anpassung der Abwassergebühren für 2018 folgten die Gemeindevertreter dem bereits im Finanzausschuss gefassten einstimmigen Beschluss zur Anhebung der Abwassergebühr. Sie war zuletzt im Jahr 2013 angepasst worden und wird nun zum 1.  Januar 2018 in der Grundgebühr von 10 Euro monatlich auf 11 Euro monatlich erhöht. Die Zusatzgebühr, die sich je nach Höhe der Grundgebühr verändert, erhöht sich um 0,43 Euro von 3,20 Euro auf 3,63 Euro pro Kubikmeter.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen