zur Navigation springen

Gemeinsame Beratung Tornesch/Uetersen : Der Fusionszug kommt ins Rollen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Obwohl die Politiker des Tornescher Hauptausschusses und des Uetersener Sonderausschusses Fusion Uetersen/Tornesch öffentlich über das vom Unternehmen Ramboll Management Consulting vorgelegte Konzept zur Begleitung des Fusionsprüfungsprozesses diskutierten, war das Öffentlichkeitsinteresse gering. Zwei Uetersener Bürger und drei Tornescher Bürger, die politisch beziehungsweise ehrenamtlich aktiv sind, verfolgten die Beratung.

shz.de von
erstellt am 31.Mai.2012 | 20:55 Uhr

Und diese konzentrierte sich vornehmlich darauf, wann das Fusions-Gutachten vorliegen und ob damit noch vor der Kommunalwahl im Mai 2013 an die Öffentlichkeit gegangen werden soll, ob die aktuellen Ratsversammlungen den Bürgerentscheid beschließen oder die Ratsversammlungen nach der Kommunalwahl und ob es zeitlich überhaupt machbar sein wird, den Bürgerentscheid mit der Bundestagswahl im Herbst 2013 zu verbinden. Das Hamburger Unternehmen Ramboll hatte vorgeschlagen, bis Mai die ersten gutachterlichen Analysen abzuschließen und den Bürgerdialog auf Grundlage der Ergebnisse des Gutachtens erst nach der Kommunalwahl zu beginnen.

Die Tornescher und Uetersener Politiker waren sich einig, dass sie im Wahlkampf mit den Bürgerinnen und Bürgern über eine mögliche Fusion sprechen und Position beziehen müssten. Sie räumten jedoch auch ein, dass der Zeitpunkt nicht ideal sei, da sich vor und nach der Kommunalwahl sicher anders zusammengesetzte Selbstverwaltungen mit dem Gutachten, dem Bürgerdialog und der Vorbereitung des Bürgerentscheids beschäftigen werden. „Wichtig ist, dass wir heute einen Auftrag an Ramboll zur Fertigstellung des Gutachtens und einen Termin für den Bürgerentscheid formulieren. Wir werden nie einen Zeitpunkt finden, der allen gerecht wird“, mahnte Adolf Bergmann, Uetersener CDU-Ratsherr und Vorsitzender des Uetersener Sonderausschusses Fusion an, nachdem der Tornescher Grünen-Ratsherr Helmut Rahn und die Tornescher CDU-Ratsfrau Heide-Marie Plambeck dafür plädierten, die Zeit der politischen Bewertung des Gutachtens und den Bürgerdialog nicht zu knapp zu bemessen. „Wir müssen den Bürgerentscheid doch nicht mit der Bundestagswahl verbinden. Wir können doch auch einen späteren Termin wählen, auch wenn dadurch Kosten entstehen“, so Plambeck.

Während Adolf Bergmann nach Vorliegen des Gutachtens die Bürger „wertfrei“ informieren will, machte die Tornescher SPD-Politikerin Verena Fischer-Neumann deutlich, dass das Gutachten „viel Bewertungsspielraum“ lassen wird. „Das Mitdenken wird uns nicht abgenommen.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert