Festakt : Der Flügel ist zurück aus dem Exil

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Führende Vertreter der Kirche, des Kreises und der Kommunalpolitik haben Architektur und Bedeutung des neuen Gemeindehauses der St. Johannes Kirche in Appen gelobt. Während der offiziellen Einweihung am Sonnabend bezeichneten sie den Bau als gelungen, geschmackvoll und einen Ort, der dazu beitrage, das Miteinander zu intensivieren.

shz.de von
15. Juni 2014, 19:10 Uhr

Gleichzeitig ist das Gemeindehaus, das in seiner Form an einen Wal erinnert, in den Gebäudekanon für den Tag der Architektur der Architektenkammer am vergangenen Wochenende aufgenommen worden.

Es ist ein Paradebeispiel moderner Baukultur, ein Hingucker, energetisch seiner Zeit voraus und bietet endlich den Platz, den die wachsende Kirchengemeinde so dringend benötigte: Das neue Gemeindehaus wurde schon vor einigen Wochen in Betrieb genommen. Nun allerdings ist es auch offiziell eingeweiht worden, versehen mit den Segenswünschen von Propst Thomas Drope. Der Chef des Kirchenkreises lobte die Handwerkskunst, machte aber auch deutlich, dass das Haus für ihn erst dann wirklich auf festem Grund stehe, wenn darin mit Gottes Hilfe Schuld vergeben und jeder Besucher vor Bösem bewahrt werde.

Moorreges Pastoren Vivian Reimann-Clausen und Stefan Weißflog erinnerten ebenso wie Bürgermeister Hans-Joachim Banaschak an das alte Gemeindehaus, eingeweiht im März 1962. Es habe schon lange nicht mehr den Ansprüchen genügt, habe damit aber auch diejenigen angetrieben, die sich nun um den Neubau gekümmert haben, so Reimann-Clausen.

„An die Bauphase haben wir viele gute Erinnerungen, weil in der Zeit der wunderschöne Flügel bei uns geparkt wurde“, sagte sie. Nun sei er wieder an seinem angestammten Platz, und sie habe „eine Träne im Knopfloch“.

Lob für das Projekt kam auch von der stellvertretenden Kreispräsidentin Sabine Schaefer-Maniezki. Für sie symbolisiere der Bau den Willen, nach außen zu treten und willkommen zu heißen. Sie hoffe, dass sich das umsetzen lasse, „wann immer Menschen anklopfen“. Für Pastor Frank Schüler und seine ehrenamtlichen Mitstreiter ist das neue Gemeindehaus vor allem die Erfüllung eines Jahrzehnte langen Traumes. „Ein aufregendes Gefühl“, wie Schüler freimütig zugab. Und so war der Hausherr sichtlich glücklich und entspannt während der Feierlichkeiten, zu deren Höhepunkt die Ehrung von vier besonders engagierten Ehrenamtlichen stand.

Eine Urkunde und eine Anstecknadel in Form einer Lutherrose in Würdigung ihres Einsatzes bekamen Hans-Wilhelm Kaland, Ewald Rittscher, Werner Martens und Andreas Martens. Im Anschluss an den Gottesdienst und den Empfang führte Architekt Jan Hage die Gäste durch das und rund um das neue Gebäude.

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